Empfehlenswerte Broschüre zur urbanen grünen Infrastruktur erschienen

`Urbane grüne Infrastruktur - Grundlage für attraktive und zukunftsfähige Städte´ heißt die neue Praxisbroschüre, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit fünf Partnern veröffentlicht hat. Partner sind die Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz, das Bündnis der Kommunen für biologische Vielfalt, der BUND, der Bund deutscher Landschaftsarchitekten und der Bundesverband Beruflicher Naturschutz.

Urbane grüne Infrastruktur steht für eine Wertschätzung von Stadtgrün als ein essenzieller Beitrag zur Daseinsvorsorge, der für ein gutes Leben in der Stadt ebenso wichtig ist wie die technische oder soziale Infrastruktur. Der Ansatz betont die vielfältigen Leistungen und Funktionen von urbanem Grün, die Einfluss auf die Lebensqualität und Nachhaltigkeit haben. `Urbane grüne Infrastruktur bietet die besondere Chance, Naturschutz und Freiraumplanung als ganzheitliches Anliegen zu betrachten und kommunale Akteure aus dem grünen Bereich zusammenzubringen´, sagt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel.

Doch was genau ist unter urbaner grüner Infrastruktur zu verstehen? Wie wird diese geplant, wie umgesetzt, welche Arten von Flächen umfasst sie und welche Akteure aus Kommunalverwaltung und Zivilgesellschaft sind wesentliche Partner bei der Umsetzung? Diese Fragen beantwortet die Broschüre, die das BfN gemeinsam mit den Forscherinnen und Forschern der TU München, der TU Berlin, dem Planungsbüro bgmr-Landschaftsarchitekten sowie zahlreichen Akteuren aus Wissenschaft, Kommunen und Verbänden erarbeitet hat.

`Die Broschüre des BfN hilft auch uns Fachleuten, die urbanen Grünanlagen im öffentlichen Diskurs künftig ähnlich wie die technische, digitale oder soziale Infrastruktur als ein komplexes System zu vertreten, das umfangreiche Leistungen für die Gesellschaft erbringt´, stellte Till Rehwaldt, bdla-Präsident, lobend fest.


Geschrieben am 30.05.2017

 

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