Klima ab Werk!

Konversion des Opel-Werks 1 in Bochum als stadtklimatische Anpassungsmaßnahme

Verfasser: Felix Dreßler
Studiengang: Masterthesis am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und industrielle Landschaft der TU München
Betreuer: Prof. Dr.Udo Weilacher
 


Copyright: Felix Dreßler


Zusammenfassung der Arbeit
In seiner Masterthesis „Klima ab Werk“ untersucht Felix Dreßler sowohl entwerferisch als auch theoretisch fundiert die Möglichkeiten stadtklimatischer Verbesserungen an Konversionsflächen in Kombination mit einem anspruchsvollen städtebaulichen Entwicklungskonzept. Untersuchungsgegenstand ist das Opel-Werk in Bochum als aktuelles Beispiel für eine der größten Industriebarchen im Ruhrgebiet, deren Umgestaltung nach dem Willen der Stadt stadtklimatische Verbesserungen bringen soll.

Neben den ökonomischen und soziokulturellen Aspekten einer Konversion fokussiert sich die Masterthesis auf die ökologischen und insbesondere auf die stadtklimatischen Ansprüche an heutige Industriekonversionen. In den theoretischen Voruntersuchungen studierte Felix Dreßler die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Konversionsprojekten im Ruhrgebiet seit den 1980er Jahren mit dem Ziel, festzustellen ob damals im Unterschied zu heute besondere inhaltliche Schwerpunkte formuliert wurden. Dreßler weist nach, dass in ökologisch motivierten Stadtplanungen von Anfang an die Forderung nach Klimaanpassungen im städtischen Umfeld enthalten waren und in vielen Fällen erfüllt wurden. Konversionsprojekte aus der Mitte der 90er können daher bis heute als Best-Practice Beispiele für eine stadtklimatisch angepasste Planung gelten und sind nach wie vor wirksame Bestandteile stadtklimatischer Anpassungskonzepte.

 

Begründung der Preiswürdigkeit
 

Das aktuelle Klimaanpassungskonzept der Stadt Bochum ist eine wichtige Grundlage für Felix Dreßlers Entwurf „Klima ab Werk!“.
Dreßlers Entwurf weist in Plänen und im Modell sehr hohen gestalterische Qualitäten auf und beweist darüber hinaus, dass die Konversion einer großen Industriebrache zu einem Gewerbepark nicht nur zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen, sondern auch stadtstrukturell tragfähig sein kann.

Die konzeptionelle und entwerferische Komplexität der Aufgabenstellung wird der Arbeit ebenso herausragend bewältigt wie die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen zu klimatischen Anpassungen im urbanen Kontext.
 

Geschrieben am 17.11.2015 - geändert am 14.12.2015

 

© 2016 Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla

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