„Grüner wird ’s nicht!“ Berliner Session zur Grünen Infrastruktur am 1. Juli 2016

Foto: Boshena Kaiser

Der bdla Berlin/Brandenburg veranstaltet am 1. Juli 2016 eine Fachtagung im Festsaal der Berliner Stadtmission, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin. Anschließend klingt die Tagung mit einem Grillabend und der Übertragung des Viertelfinalspiels der Fußball-EM aus. Anmeldeschluss ist der 20. Juni 2016.

„Grüner wird’s nicht!“ - die Ampel steht schon lange auf grün. Berlin wächst, und der Druck auf Grün- und Freiflächen nimmt zu - unbebaute Areale sind oftmals Potenziale für Wohn-, Einzelhandels- und Bürobauten für die Menschen, die in die Stadt strömen. Mehr Menschen bedeutet aber letztlich auch mehr Bedarf an grünen Räumen. Grün in der Stadt ist in aller Munde, wird aber oft nicht von Beginn an mitgedacht, sondern ist allenfalls Annex, der dazu dient, Bebauung am Schluss noch etwas hübsch zu machen.

Doch Freiräume können nicht nur mehr, sondern sie müssen auch mehr leisten. Sie sind nicht nur wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden in der Stadt, sie sind Begegnungsort und sozialer Raum. Gerade letzteres wird in  Hinblick auf die Flüchtlingsintegration noch mehr an Bedeutung gewinnen. Die Debatte um die Grüne Infrastruktur, aus dem angelsächsischen Raum kommend, in eine Agenda auf EU Ebene herüberschwappend und in das Grün- und Weißbuch auf Bundesebene mündend, bietet die Chance, das Thema „Grün in der Stadt“ und insbesondere Freiräume in Berlin neu zu positionieren.

Hierzu will der bdla Berlin/Brandenburg mit einer Session zur Grünen Infrastruktur einen Auftakt machen. Dabei soll der Begriff Grüne Infrastruktur auf den urbanen Raum herunter gebrochen werden. Einzelne Facetten, die gerade in der hitzigen Debatte zum Wohnungsneubau in Berlin eine Rolle spielen, werden vertieft. Dazu schauen wir in andere Städte wie z.B. Kopenhagen und Leipzig. Und: Wir machen nicht an der Stadtgrenze Berlins halt, sondern betrachten den Metropolenraum insgesamt.

Grüne Infrastruktur wird beleuchtet als ökologischer, gestalteter und sozialer Stadtraum. Doch nur saubere und gepflegte Räume erfahren Wertschätzung und können damit ihre Funktion auch bei massivem Nutzungsdruck erfüllen. Es freut uns daher besonders, dass wir die Berliner Stadtreinigung (BSR) als Partner für die Veranstaltung gewinnen konnten. Die BSR wird bereits bei Modellprojekten in die Reinigung von Grünflächen einbezogen. Doch wo hört reinigen auf, wo fängt pflegen an? Wie und wo kann Berlin seine Potenziale für Grüne Infrastruktur in Wert setzen? Neben der BSR wird die Tagung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Kommen Sie am 1. Juli 2016 in den Festsaal der Berliner Stadtmission mit seinem Leitbild „Suchet der Stadt Bestes“ – was könnte passender sein!

„Grüner wird’s nicht!“ – laufen Sie mit uns los!

 


Geschrieben am 01.09.2015 - geändert am 08.07.2016

 

© 2017 Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla

schließen [x]