Podiumsdiskussion Grüne Wohnkultur am 15. Oktober in der BDA Galerie

In Berlin kommt dem Thema Wohnungsbau eminente gesellschaftliche Bedeutung zu. Durch die ungebrochene Attraktivität der Bundeshauptstadt ist aktuell und in naher Zukunft ein großes Engagement aller Akteure für neuen bezahlbaren Wohnraum erforderlich.

Ein grünes Umfeld, lebenswerter Außenraum und eine funktionierende Einbindung zu entscheidenden Standortargumenten bzw. Qualitätskriterien werden entscheidende Faktoren für urbanes Wohnen.„Grüne Wohnkultur“ ist ein zeitgemäßes Stück Lebensqualität. Ein attraktives Wohnumfeld schafft Ausgleichsräume gegen Dichtestress und Alltagshektik. Nutzbarer „Außenwohnraum“ fördert die Identifikation seiner Bewohner und kann nachhaltig zur Wirtschaftlichkeit beitragen. Gerade in Berlin ist das individuelle Wohngefühl häufig über die Freiraum­situation definiert. Vor diesem Hintergrund wird Nachverdichtung zur Herausforderung für Verwaltung, Bauherrn und Nachbarschaft. Prozesse, wie die Auseinandersetzungen um neue Wohnprojekte in Bestandsquartieren, die geplante Bebauung von Kleingartenanlagen oder die Diskussion über die Zukunft der historischen Stadtzentren, werfen ein Licht auf die Brisanz des Themas.

Freiraumgestaltung kann hier als entscheidendes Instrument fungieren, um den Anforderungen des Wohnungsneubaus  an Umwelt- und Sozialverträglichkeit - insbesondere im Rahmen der innerstädtischen Nachverdichtung - gerecht zu werden.Gegenwärtig laufen jedoch viele Wohnungsbauvorhaben ohne qualifizierte Freiflächenplanung ab. Preisdruck und mangelnde Bereitschaft zu innovativen und nachhaltigen Konzepten lassen attraktive Außenräume in der gebauten Praxis ins Hintertreffen geraten.

Damit wird auch die Vermittlung von Neubauvorhaben in verdichteten Lagen oder Sanierungsgebieten, wie auch die Inwertsetzung von Brachflächen schwierig.

Dazu soll in einer Podiumsdiskussionen interdisziplinär und kontrovers  unter anderem zu folgenden Fragen diskutiert werden:

Was sind realistische Anforderungen an zeitgemäße wohnungsnahe Freiräume?

Wie können Bauherrn, Verwaltung und Architekten von Landschaftsarchitekten profitieren?

Welche freiraumplanerischen Ansätze für den Umgang mit Nachverdichtungs- und Rückbaustrategien versprechen Erfolg?

Welche Berliner und Brandenburger Freiraumtraditionen im Wohnungsbau sind zukunftsfähig?

Welche Aspekte können zu einer neuen Wohnungsbaukultur beitragen?

 

bdla Berlin-Brandenburg

 

Moderation:

Eike Richter (bdla)

Podium:

Barbara Hutter (hutterreiman landschaftsarchitekten)

Julia Dahlhaus (DMSW architektur und landschaft)

Martin Linz (STOFANEL AG)

Ursula Allerdissen (degewo AG) 

 

Wann:    15.10.2014, 19.30 Uhr

Wo:        BDA-Galerie, Mommsenstraße 64, 10629 Berlin


Geschrieben am 10.10.2014 - geändert am 14.10.2014

 

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