Podiumsdiskussion "Wohnumfeld oder Wohnlebensraum" am 04. November in der Bundesstiftung Baukultur, Potsdam

Ein grünes Umfeld, lebenswerter Außenraum und eine funktionierende Einbindung zu entscheidenden Standortargumenten bzw. Qualitätskriterien werden entscheidende Faktoren für urbanes Wohnen. Ein attraktives Wohnumfeld schafft Ausgleichsräume gegen Dichtestress und Alltagshektik. Nutzbarer „Außenwohnraum“ fördert die Identifikation seiner Bewohner und kann nachhaltig zur Wirtschaftlichkeit beitragen. Gerade in Potsdam ist das individuelle Wohngefühl häufig über die Freiraum­situation definiert. Vor diesem Hintergrund wird Nachverdichtung zur Herausforderung für Verwaltung, Bauherrn und Nachbarschaft. Prozesse, wie die Auseinandersetzungen um neue Wohnprojekte in Bestandsquartieren oder die Diskussion über die Zukunft des historischen Stadtzentrums, werfen ein Licht auf die Brisanz des Themas.

Freiraumgestaltung kann hierals entscheidendes Instrument fungieren, um den Anforderungen des Wohnungsneubaus  an Umwelt- und Sozialverträglichkeit - insbesondere im Rahmen der innerstädtischen Nachverdichtung - gerecht zu werden.Gegenwärtig laufen jedoch viele Wohnungsbauvorhaben ohne qualifizierte Freiflächenplanung ab. Preisdruck und mangelnde Bereitschaft zu innovativen und nachhaltigen Konzepten lassen attraktive Außenräume in der gebauten Praxis ins Hintertreffen geraten. Damit wird auch die Vermittlung von Neubauvorhaben in verdichteten Lagen oder Sanierungsgebieten, wie auch die Inwertsetzung von Brachflächen schwierig. Ist das Wohnumfeld also mehr als nur ein Umfeld sondern ein besonderer Lebensraum?

In einer Podiumsdiskussionen soll hierzu interdisziplinär und kontrovers unter anderem zu folgenden Fragestellungen diskutiert werden:

Was sind realistische Anforderungen an zeitgemäße wohnungsnahe Freiräume?

Wie können Bauherrn, Verwaltung und Architekten von Landschaftsarchitekten profitieren?

Welche freiraumplanerischen Ansätze für den Umgang mit Nachverdichtungs- und Rückbaustrategien versprechen Erfolg?

Welche brandenburger Freiraumtraditionen im Wohnungsbau sind zukunftsfähig?

Welche Aspekte können zu einer neuen Wohnungsbaukultur beitragen?

 

bdla Berlin-Brandenburg

 

Moderation:

Phillip Sattler (bdla)

Podium:

Sigrun Rabbe (ProPotsdam)

Gabi Pütz  (Gruppe F)

Reiner Nagel (Bundesstiftung Baukultur)

A. Goetzmann (Stadt Potsdam) 

 

Wann:    04.11.2014, 19.30 Uhr

Wo:        Bundesstiftung Baukultur, Schiffbauergasse 3, 14467 Potsdam


Geschrieben am 31.10.2014

 

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