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Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2009 für ULAP-Park in Berlin und Carl-Alexander-Park I in Baesweiler

Festakt am 10. September 2009 in Berlin. Sonderpreis Hausgarten für Villengarten St. Gilgen

Am Abend des 10. September 2009 verlieh der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Berlin den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2009. Der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Dr. Engelbert Lütke Daldrup, überreichte im Auftrag des Schirmherrn des Wettbewerbs, Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee, gemeinsam mit Andrea Gebhard, Präsidentin bdla, und Kerstin Berg, Vizepräsidentin bdla, in dem nur alle zwei Jahre ausgelobten Wettbewerb zwei Erste Preise und sieben Würdigungen. Der Preis ist undotiert; Gegenstand ist eine Kunstskulptur.

Mit dem Ersten Preis wurde das Landschaftsarchitekturbüro von Till Rehwaldt aus Dresden ausgezeichnet für die Planung des „ULAP-Park, Berlin“. Er ist trotz zentraler Lage am Hauptbahnhof noch ein „versteckter“ Ort. Aus dem sehr dichten Baumbestand und einem deutlichen Höhenunterschied wird, so die Jury, eine sehr angemessene Gestaltung für den Raum abgeleitet. Gefasst von einem steinernen Rahmen geben der Tennenbelag und für den Ort entworfene Bänke einen ruhigen Untergrund, auf dem das Schattenspiel der Bäume seinen Zauber entfalten kann. Die historische Treppenanlage, obwohl von Bäumen überwachsen, blieb erhalten. „Es beeindruckt der behutsame Umgang mit der verwunschenen Atmosphäre des Ortes durch sehr gezielte landschaftsarchitektonische Interventionen.“

Den zweiten Ersten Preis nahmen Peter Davids und Friedhelm Terfrüchte von Davids I Terfrüchte + Partner Landschaftsarchitekten, Essen, entgegen für das Projekt „Der Zauber des Schwarzen Berges, Carl-Alexander-Park I, Baesweiler“. Mit dem Projekt ist es den Planern nach Auffassung der Jury gelungen, eine Brücke zu schlagen zwischen den Belangen des Naturschutzes in der vom Bergbau aufgegebenen Landschaft mit ihren weithin sichtbaren Abraumhalden und der menschlichen Entdeckungslust. Attraktiv geführt und ungewohnt verwoben schwebt der neue Weg über die steile Böschung durch die Baumkronen direkt auf das schwarze und baumlose Plateau zu. Ein beeindruckendes Panorama eröffnet sich. „Die Arbeit überzeugt durch die Konzentration intensiver Nutzung und sensibler touristischer Erschließung eines geschützten, wertvollen Landschaftsraums mit beeindruckenden Landschaftsbildern.“

Eine Würdigung erhielten:
Maselakepark, Berlin
Entwurfsverfasser: relais landschaftsarchitekten, Berlin
IBA Stadtumbau Dessau – Entwicklungskonzept zum Landschaftszug
Entwurfsverfasser: Sigrun Langner, Michael Rudolph, Station C23, Leipzig

Reemtsma Park, Hamburg
Entwurfsverfasser: WES & Partner Schatz Betz Kaschke Wehberg-Krafft Landschaftsarchitekten, Hamburg, Oyten, Berlin
Uferpromenade Rheinsberg
Entwurfsverfasser: BW& P Landschaftsarchitekten bdla, Markus Thelen, Netzeband
Zeitspu(e)ren. Gestaltung öffentlicher Räume in der Altstadt Schmalkalden
Entwurfsverfasser: Peter Wich, Landschaftsarchitekt, terra.nova Landschaftsarchitektur, München
Neugestaltung Schlosspark, Finsterwalde
Entwurfsverfasser: Thomanek Duquesnoy Boemans Landschaftsarchitektur, Berlin
Außenanlagen Kita Griechische Allee, Berlin
Entwurfsverfasser: TOPOTEK 1, Berlin

In der neu geschaffenen Kategorie Sonderpreis Hausgarten wurde der Villengarten St. Gilgen ausgezeichnet, Planung Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten mit Silvestrin Design, München, und Andreas Moosgassner, Architekt, St. Gilgen. Vor dem beeindruckenden Alpenpanorama entwickelten die Verfasser den Garten als verbindendes Element zwischen Alt- und Neubau. Durch das gekonnte Spiel mit Topographie, gepaart mit einer kraftvollen Setzung von stützsichernden Wänden aus Cortenstahl, entwickelt das Rasenfeld im wechselnden Sonnenlicht einprägsame Bilder von fast skulpturaler Wirkung. Die Arbeit überzeugt mit den klassischen Pflanzenthemen im Kontrast mit der reizvollen Landschaft.

Dokumentiert sind alle ausgezeichneten Arbeiten in der aktuellen Publikation zeitgenössischer deutscher Landschaftsarchitektur mit dem Titel „System Landschaft“, die im Anschluss an die Preisverleihung präsentiert wurde. Das Buch aus dem Birkhäuser Verlag für Architektur zeigt in Essays, Entwürfen und ausgeführten Projekten, welche Antworten Landschaftsarchitekten aus dem Systemverständnis von landschaftlichem und urbanem Raum ableiten.

Für weitere Informationen schauen Sie auf www.deutscher-landschaftsarchitektur-preis.de


Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla
Köpenicker Straße 48/49, 10179 Berlin
Tel. 030 27 87 15-0, Fax 030 27 87 15-55
info@bdla.de, www.bdla.de


 

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