Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2007
Im Februar hatte die siebenköpfige Jury aus 83 eingereichten Arbeiten zwei erste Sieger, fünf Projekte für eine Würdigung ausgewählt.
Den Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis 2007 erhielten die Projekte
Werkerweiterung Fensterfabrik Baumgartner AG (Hagendorn-Cham, Schweiz), geplant von Niklaus Graber, Christoph Steiger, Stefan Koepfli, (Koepfli Partner GmbH)
Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit (Berlin), geplant von Udo Dagenbach, Landschaftsarchitekt, Berlin
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Preisträger 2007 Werkerweiterung Fensterfabrik Baumgartner AG, Hagendorn-Cham, Schweiz Entwurfsverfasser: Niklaus Graber, Christoph Steiger, Stefan Koepfli, (Koepfli Partner GmbH) |
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Das Juryurteil:
Eine Werkerweiterung von 18.000 Quadratmetern, fast drei Fußballfelder, die den Ortsrand in die Landschaft hinausschiebt. Eine alltägliche Situation, planerisch umso brisanter je hochwertiger die angrenzende Kulturlandschaft.
In dem vorgelegten Beitrag wird die Situation als Herauforderung für Architekten, Bauherren und Gemeinde angenommen. Das Ergebnis ist eine Werkerweiterung als gebaute Kulturlandschaftskammer. Die prägenden Elemente des Landschaftsraums - Wiese und Hecke - treten in Korrespondenz; anders gesagt: mit dem Gebäude wird die Landschaft weiter gebaut.
Das flache Gebäude erhielt eine extensive Dachbegrünung. Allein dies ist noch keine außergewöhnliche Lösung, wohl aber in Kombination mit der eng um das Gebäude gelegten Heckenarchitektur, eine mit ortstypischen Wildgehölzen bepflanzte fassadenhohe Vegetationswand, die als Hybrid Zwiesprache führt zwischen Architektur und Landschaft.
Hier erfolgt kein „Weggrünen“, sondern ein selbstbewusstes und zugleich zurückhaltendes Hereintreten des Gebäudes in die Landschaft. Die Jury wertet dieses Projekt als einen gestalterisch hochwertigen und zeitgemäßen Beitrag zum Thema der Ortsrandgestaltung durch Gewerbebauten.
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Preisträger 2007 Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit, Berlin Entwurfsverfasser: Udo Dagenbach, Landschaftsarchitekt, Berlin |
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Das Juryurteil:
Im deutschen Sprachgebrauch steht der Name „Moabit“ geradezu synonym für „Gefängnis“. Seit Mitte des 19. Jahrhundert wurden in diesem Berliner Ortsteil eine Reihe von preußischen Haftanstalten errichtet, nach dem damals vorbildlichen sogenannten „Pentonville’schen System“ (Panoptikum). Das Zellengefängnis in der Lehrter Straße gehört zudem zu den wichtigen Stätten deutscher Geschichte: Hier harrten einige der Attentäter des 20. Juli 1944 auf ihre Hinrichtung; hier entstand der berühmte Zyklus „Moabiter Sonette“, in dem der Widerstandskämpfer Albrecht Haushofer Freiheit und Menschenrecht zu eindrucksvollen Versen verdichtete.
An der Stelle des Gefängnisses, das in den fünfziger Jahren abgerissen wurde, entstand zwischen 2003 und 2006 der „Geschichtspark Moabit“. Das Projekt zeichnet sich durch die Kombination von alltagstauglichem Bürgerpark und Gedenkstätte in Form eines architektonischen Gartens aus. Von der Jury besonders hervorgehoben wurde beim Umgang mit der historischen Bedeutung des Ortes die Planung in langjähriger Zusammenarbeit mit den Anwohnern (Geschichtswerkstatt) sowie die qualitativ hochwertige Konzeption und die entsprechende bauliche Durchführung. Dass hierbei auf das weitgehend bekannte Repertoire von Land- bzw. Minimal Art zurückgegriffen wurde, um den klaustrophobischen Raum der früheren Gefängnisanstalt beispielhaft nachvollziehbar und erlebbar zu machen (Panoptikum, „Spazierhöfe“), hat dem Juryurteil keinen Abbruch getan. Die besondere und einmalige Aufgabe wurde von den Planverfassern mustergültig gelöst.
In zwei kleinen Filmen können Sie sich ein Bild machen von den siegreichen Projekten.
Eine Bildergalerie stellt die Preisträger vor.
Würdigungen gehen an die Projekte Grünprojekt Ladenburg, Wettbewerbsbeitrag Rheinpark Duisburg, 17 Jahre Landschaftsplanung Obere Kyll, Hafensafari Hamburg, Projekt Ewald - Zukunft Emscherbruch.
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Würdigung Entwurfsverfasser: Jorg Sieweke, Landschaftsarchitekt u. Stadtplaner, Berlin |
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Würdigung Entwurfsverfasser: |
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Würdigung Entwurfsverfasser: |
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Würdigung Hafensafari e.V. |
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Würdigung Entwurfsverfasser: |
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Die Förderer
Der Deutsche Landschaftsarchitektur-Preis 2007 wird gefördert von den Firmen:
- Bruns-Pflanzen-Export GmbH & Co. KG
- ComputerWorks GmbH
- Research in Motion (RIM)
- RINN Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG
- Troll Lichttechnik
Weitere Informationen zum Preis finden Sie hier.
© bdla / www.bdla.de / aktualisiert am 24. November 2008 |
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Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla