bdla spezial "Zukunft(s) BÄUME - Eine Zeitreise" Seminarreihe 2016, 07.10.2016

Welche Gehölzarten in Freianlagen verwendet werden ist eine Frage der Gestaltungsphilosophie, des Zeitgeschmacks und der Funktionalität. Ob immergrüne Koniferen oder standortheimische Laubgehölze; über die richtige Pflanzenverwendung wurde in der Vergangenheit viel und kontrovers diskutiert. Eine neue Qualität bringt die prognostizierte Klimaveränderung als Unbekannte in die Diskussion, deren Ausmaß und zeitlicher Verlauf nur bedingt kalkulierbar ist. Wie sieht das Sortiment der Zukunft(s) BÄUME aus? Wie werden sie produziert? Welche Ansprüche müssen an ihre Qualität gestellt werden?

Ziel der Reihe ist es, Wissen zu vermitteln über Lebens- und Entwicklungszyklus der „Zukunft(s) BÄUME“ und deren Erscheinungsbild im Verlauf der Jahreszeiten. Außerdem werden erste Ergebnisse und Praxisempfehlungen aus der Forschung zur stadtklimatischen Anpassungsfähigkeit, zu den benötigten Standortfaktoren der Versuchsbaumarten weitergegeben und erste Erkenntnisse zu Fragen der Verwendung von Baumsubstraten vermittelt.

Die Seminarreihe bdla - spezial Pflanzenverwendung nimmt die Teilnehmer in drei Stationen mit auf eine Zeitreise im Verlauf der Jahreszeiten und der Entwicklungszyklen der „Zukunft(s) BÄUME“ und wagt Ausblicke in die Zukunft der Gehölzverwendung.
 


Weitere Informationen zu den Programmen, den Seminargebühren sind für die einzelnen Seminare abrufbar:
 

08. April 2016, 10.00 - 17.00 Uhr
Seminar 1 "Frühling in der Baumschule"

Veranstaltungsort: Pflanzenhandel Huben GmbH, Schriesheimer Fußweg 7, 68526 Ladenburg
Treffpunkt: Bürogebäude, Schriesheimer Fußweg 3

Referenten

  • Dieter J. Burkard, Freier Landschaftsarchitekt bdla, Östringen
  • Eiko Leitsch, ö.b.v.SV., Sachverständigenbüro Leitsch GmBH, Nauheim
  • Andreas Huben, Baumschule Huben, Ladenburg
  • Julian Huben, Baumschule Huben, Ladenburg

Im Seminar 1 "Frühling in der Baumschule" erfahren die Teilnehmer, welche Auswahl an Zukunft(s) BÄUMEN aktuell produziert wird und welche Arten zur Verfügungen stehen. Ein erfahrener Baumgutachter und die Experten der Baumschule vermitteln Qualitätsanforderungen der Gehölze und die Vorgaben für die Herstellung passender Standortverhältnisse. Bewässerung, Witterungsschutz, Fertigungs- und Entwicklungspflege, deren Kontrolle und die Ausschreibung der genannten Leistungen sind weitere Themen.

Ergänzend zu den theoretischen Ausführungen erwartet die Teilnehmer ein praktischer Teil. In den Quartieren der Baumschule werden die geforderten Qualitätskriterien schon im Jugendstadium betrachtet. Sie lernen, die Qualität der gelieferten Bäume auf der Baustelle zu beurteilen und Mängel festzustellen. Im Rahmen der Bestimmungsübungen kann jeder Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung erproben und erspüren, ob er die Zukunft(s) BÄUME schon erkennt.


Anerkennung der Fortbildung
Die Veranstaltung wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort-/Weiterbildung für die Fachrichtung Landschaftsarchitektur mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden für Mitglieder und Architekten im Praktikum (AiP) anerkannt und von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen AKH mit einem Umfang von 8 Fortbildungspunkten für Mitglieder anerkannt.


24.06.2016, 10.00 - 17.00 Uhr
Seminar 2 "Sommer am neuen Pflanzort"

Veranstaltungsort: Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau LWG, An der Steige 15, 97209 Veitshöchheim

Referent/-innen

  • Dr. Hermann Kolesch, Präsident LWG, Veitshöchheim
  • Dr. Philipp Schönfeld, LWG, Abteilung Landespflege, Sachgebietsleiter Pflanzenökologie und Pflanzenverwendung, Veitshöchheim
  • Dr. Susanne Böll, LWG, Abteilung Landespflege, Projektbearbeiterin "Stadtgrün 2021", Veitshöchheim
  • Dr. Manfred Klemisch, LWG, Fachzentrum Analytik, Veitshöchheim
  • Josef Valentin Herrmann, LWG, Leiter Fachzentrum Analytik, Veitshöchheim
  • Klaus Körber, LWG, Abteilung Gartenbau, Sachgebietsleiter Obstbau, Baumschule, Versuche im Freizeitgartenbau

Zukunft(s) BÄUME im Test!
Das Seminar 2 "Sommer am neuen Pflanzort" beschäftigt sich intensiv mit den Klimaveränderungen und den daraus resultierenden Ansprüchen an die „Zukunft(s) BÄUME“. Das Forschungsprojekt „Stadtgrün 2021“ wird ausführlich vorgestellt und erläutert. Die zahlreichen Versuchsparameter und die unterschiedlichen Klimabedingung werden exemplarisch für die drei bayerischen Versuchsstandorte Würzburg, Kempten, und Hof/ München erklärt.

Anhand der 30 ausgewählten Versuchsbaumarten können erste Aussagen zur Stadtklimaverträglichkeit, zur Trockenstress- und Frosttoleranz gemacht werden. Auch liegen bereits Erkenntnisse zu den unmittelbaren Auswirkungen des Hitzejahres 2015 vor und fließen in Praxisempfehlungen für die zukünftige Gehölzverwendung mit ein.

Entscheidend für eine gute Entwicklung der Baumarten „am neuen Pflanzort“ in den Städten, ist die Vorbereitung des zukünftigen Baumstandortes. Dabei werden an die Zusammensetzung und Eigenschaften der Baumsubstrate hohe Ansprüche gestellt. In diesem zweiten Themenblock werden Erfahrungen mit Baumsubstraten, sowie erste Erkenntnisse und Erfahrungen zur Nähstoffdynamik und Wurzelentwicklung in Baumsubstraten weitergegeben.

Bei der abschließenden Führung durch die Versuchsquartiere der Außenstelle Veitshöchheim werden die Versuchsparameter und die diversen Versuchsanordnungen veranschaulicht und vertieft.

Anerkennung der Fortbildung
Die Veranstaltung wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg AKBW als Fort-/Weiterbildung für die Fachrichtung Landschaftsarchitektur mit einem Umfang von 7 Unterrichtsstunden für Mitglieder und Architekten im Praktikum (AiP) anerkannt und von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen AKH mit einem Umfang von 7 Fortbildungspunkten für Mitglieder anerkannt.


7.10.2016, 10.30 - 17.30 Uhr
Seminar 3 "Herbst im Botanischen Garten"

Veranstaltungsort: Landesarboretum und Botanischer Garten, Hohenheimer Gärten der Universität Hohenheim, Stuttgart

Referenten

  • Dr. rer. nat. Helmut Dalitz, Wiss. Leitung Hohenheimer Gärten, Hohenheim
  • Dr. rer. nat. Gliniars, Wiss. Mitarbeiter Hohenheimer Gärten, Hohenheim
  • Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Martin Adolf Steiner (angefragt)
  • Leander Wilhelm, Landeshauptstadt München, Baureferat Gartenbau
  • Christoph Dirksen, Baumschulen Wilhelm Ley GmbH, Meckenheim
  • Christoph Kluska, Bruns Pflanzen-Export GmbH & Co. KG, Bad Zwischenahn
  • Julian Huben, Pflanzenhandel Huben GmbH, Ladenburg
  • Christof Luz, Freier Landschaftsarchitekt bdla, Luz Landschaftsarchitektur, Stuttgart
  • Heiner Luz, Freier Landschaftsarchitekt bdla, LUZ Landschaftsarchitekten, München

Im Semiar 3 werden neben der Einführung zur Entstehung der Hohenheimer Gärten im historischen und gesellschaftlichen Kontext und den Planungen zu deren Entwicklung, der aktuelle Stand der Forschung im Landesarboretum und im exotischen Garten erläutert. Die Hohenheimer Gärten sind Teilnehmer im Projekt „Stadtgrün 2021“. Die potentiellen Arten der „Zukunft(s) BÄUME“ werden hier auch im Kontext mit teilweise stark invasiv auftretenden Gehölzen betrachtet – hier liegt eine große Verantwortung sowohl
für botanische Gärten als auch für die Profession der Landschaftsarchitektur.
Auf dem Podium der Referent/-innen werden die Erkenntnisse der Seminarreihe zusammengefasst und mit den Teilnehmern im Hinblick auf deren Umsetzung und Anwendbarkeit im Hinblick auf aktuelle und zukünftige Tendenzen der Stadt- und Freiraumplanung sowie der Stadtentwicklung diskutiert.

Veranstaltungsort: Universität Hohenheim, Landesarboretum und Botanischer Garten, Hohenheimer Gärten der Universität Hohenheim, Stuttgart

Teilnehmergebühr je Seminar
150,00 Euro  Regulär                                         
100,00 Euro  Sonderpreis bdla-Mitglieder*
  50,00 Euro  Sonderpreis bdla-Hospitanten und Studierende 
*Mitarbeiter aus Büros, deren Inhaber im bdla Mitglied ist/sind, zahlen den Mitgliedsbeitrag.

Anerkennung Fortbildung
Die Veranstaltung wird von der
- Architektenkammer Baden-Württemberg für Mitglieder der Fachrichtung Landschaftsarchitektur sowie für Architekten/Stadtplaner im Praktikum AiP
  mit 8 Fortbildungsstunden anerkannt.
- Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen AKH für Mitglieder der Fachrichtung Landschaftsarchitektur
  mit 8 Fortbildungspunkten anerkannt.

Anmeldeschluss: 30.09.2016

Idee und Konzeption der Veranstaltungsreihe
Seminar 1: Dieter J. Burkard, Freier Landschaftsarchitekt bdla, Östringen
Seminar 2: Christiane Meßner, Mitglied im bdla, Stuttgart
Seminar 3: Benjamin Goll, Landschaftsarchitekt (AiP) bdla, Korntal-Münchingen


Geschrieben am 15.08.2016 - geändert am 05.10.2016

 

© 2018 Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla

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