Lapis iacta est - Urbanes geologisches Observatorium

Neugestaltung des Freiraums an der Geologischen Fakultät der TU München
 
Verfasserin: Bernadette Brandl
Studiengang: Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und industrielle Landschaft, TU München (Bachelor-Thesis)
Betreuer: Prof. Dr. Udo Weilacher


Copyright: Bernadette Brandl

 

Begründung der Preiswürdigkeit

Die hervorragende Arbeit von Bernadette Brandl widmet sich der Neugestaltung des Freiraums an der Geologischen Fakultät in der Nachbarschaft zum Münchner Königsplatz. Trotz der besonderen Lage sind Vorbereich und Innenhöfe der Fakultät, die auch die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie beherbergt, nur wenig repräsentativ.

In Ihrer Bachelorthesis entwickelt Frau Brandl vor der funktional gehaltenen Architektur ein richtungsweisendes Konzept, wie sich der Freiraum einerseits als attraktiver und studentisch nutzbarer Campus bespielen lässt und wie er andererseits als Haupteingang für Fakultät und Museum im Stadtbild erkennbar wird. Die Verflechtung von geologischen Exponaten mit Aufenthalts- sowie Zugangsbereichen legt sich in einer expressiven und kontraststarken Gestaltung über den östlichen Vorbereich sowie den Schmuckhof im Anschluss zum Lenbachhaus.

Der konzeptionelle Umgang mit Materialien, Formen und Strukturen sowie bestehender und neuer Vegetation zeigt das ausgezeichnete räumliche und gestalterische Gespür von Frau Brandl, auf dem begrenzten Platzangebot ein Maximum an urbaner Qualität zu erzeugen. Dabei gelingt es dem Projekt feinfühlig die richtige 'Lautstärke' zu finden, die dieser prominenten Umgebung würdig ist. Diese Leistung gepaart mit einer sehr überzeugenden Präsentation in Plänen und Modell macht diese Arbeit zu einem besonders gelungenen Beispiel für viele kommende Abschlussarbeiten an der Studienfakultät Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung.

 



Geschrieben am 02.12.2016 - geändert am 06.12.2016

 

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