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Deutscher Bauherrenpreis 2020 verliehen

Gewinner in der Kategorie „Neue Wohngebiete“: Wohnquartier Holsteinstraße, Köln. © Oscar Lorber

Elf Preise von Modernisierung bis zur Quartiersentwicklung

Am Abend des 19. Februar 2020 wurden im Rahmen der Berliner Baufachmesse bautec die Preise im Wettbewerb zum Deutschen Bauherrenpreis vergeben. Im Beisein von 350 Gästen zeichnete Vertreter der Auslober und Staatssekretärin Anne Katrin Bohle, Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, elf Beiträge der 33 Nominierten mit einem Preis aus.

"Wohnungsbau ist und bleibt die mit Abstand wichtigste Bauaufgabe in Deutschland. (…) Mit diesem Wettbewerb machen wir deutlich, dass das Augenmerk nicht nur auf die bloße Anzahl, sondern auch auf die Qualität gerichtet werden muss. Mit den vielen herausragenden und ausgezeichneten Projekten zeigen wir, dass dieser Spagat möglich ist", so die Auslober Axel Gedaschko, Präsident des GdW, Susanne Wartzeck, Präsidentin des Bund Deutscher Architekten und Markus Lewe, Vizepräsident des Deutschen Städtetages.

Unter den elf Siegerprojekten waren fünf mit Beteiligung von Landschaftsarchitekten bdla:

In der Kategorie „Neue Wohngebiete“ wurden zwei Preise vergeben. Einer ging an die wbg Nürnberg GmbH für das Projekt „Neues Wohnen Sündersbühl“. Das Projekt, das mit der Planungsgemeinschaft NWS GdbR und ganzWerk, Nürnberg, und Thiele Landschaftsarchitekten, Schwabach, realisiert wurde, trägt, lt. Jury, auf überzeugende Art und Weise dem sozialen Anspruch an ein generationenübergreifendes, altersgemischtes neues Wohngebiet mit bezahlbarem Wohnraum Rechnung.

Neues Wohnen Sündersbühl. wbg Nürnberg. Foto: Stefan Meyer

Die zweite Ehrung wurde für das „Wohnquartier Holsteinstraße“ an die GAG Köln überreicht. In Zusammenarbeit mit Lorber Paul Architekten GmbH und a+m Architekten Ingenieure GbR sowie scape Landschaftsarchitekten GmbH, Düsseldorf, ist ein innerstädtisches Wohnensemble entstanden, in dessen Zentrum ein Nachbarschaftshaus für Zusammenleben und Begegnung sorgt.

Wohnquartier Holsteinstraße, GAG Köln. Foto: Paul Ott

„Aktivierung von kirchlichen Beständen“ war das Thema, das das Erzbistum Köln nach Juryeinschätzung preiswürdig gestaltet hat. Das Integrative Wohnprojekt „Klarissenkloster Köln“ – Architekten: LK Architekten Regina Leipertz und Martin Kostulski Partnerschaftsgesellschaft mbB, Köln; Freiraumplanung: club L 94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln – zeigt beispielhaft, welche Chancen in der Umnutzung kirchlicher Bauten liegen.

Klarissenkloster Köln, Erzbistum Köln. Foto: Jens Kirchner

In der Kategorie „Studentisches Wohnen“ überzeugte die Studentendorf Schlachtensee eG mit Brenne Architekten GmbH, Berlin, und Dr. Ing. Uwe Neumann, Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, bdla, VKS, Berlin, die Jury mit der Sanierung, Weiterentwicklung und Qualifizierung des Studentendorfes im Berliner Südwesten.

Studentendorf Schlachtensee, eG Berlin. Foto: Brenne Architekten

Bei "Kleine Wohnanlagen mit regionaler Charakteristik" ging der Preis an Gemeinde Schechen für das Projekt "Seniorenwohnen Schechen", von Deppisch Architekten, und Büro Freiraum, beide aus Freising. Die Jury würdigt insbesondere die sozialen und nachhaltigen Aspekte der Seniorenwohnanlage; sie ist eine zeitgemäße Antwort auf den demografischen Wandel und die Notwendigkeit, ländliche Gemeinden zukunftsfähig zu gestalten.

Seniorenwohnen Schechen, Gemeinde Schechen. Foto: Marius Ballasus

Staatssekretärin Anne Katrin Bohle betonte: „Die diesjährigen Preisträger stehen beispielhaft für die Verantwortung, die Bauherren bei der Bewältigung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen in Deutschland übernehmen.“

Je mehr neu gebaut und Quartiere weiterentwickelt werden, desto wichtiger auch die Berücksichtigung des Wohnumfeldes und entsprechender Freiraumplanung. Neben dem Bundesministerium wird der Preis deshalb auch vom bdla Bund Deutscher Landschaftsarchitekten gefördert und darüber hinaus von der DZ HYP AG und der Messe Berlin GmbH unterstützt. 

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