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Die Freiheit in Corona-Zeit misst 360 qm

Die Hochschule Geisenheim hat untersucht, welche Bedeutung Gärten und Grünanlagen während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Kontaktsperren haben. Dafür wurden Ende Mai 495 Personen aus allen Bevölkerungsgruppen, d. h. anteilig nach Alter, Geschlecht, Einkommen und Region befragt. "Wir können erkennen, dass aktuell die Nutzung sowohl von privaten Gärten als auch von öffentlichen Grünanlagen einen positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit haben,“ so Prof. Dr. Kai Sparke und Dr. Mira Lehberger von der Professur für Gartenbauökonomie.

Gefragt nach persönlichen Umschreibungen für die Bedeutung des Gartens/des öffentlichen Parks fielen häufig die Begriffe „Erholung“ und „Entspannung“. „Es war also richtig und wichtig, dass während der Kontaktsperre Grünanlagen weitestgehend zugänglich geblieben sind, so dass sie ihre positive körperliche und mentale Wirkung entfalten konnten“, konstatieren Sparke und Lehberger.

Im Mittel halten sich alle Befragten ca. zehn Stunden pro Woche im Freien für Erholung und Sport auf. Bei den Gartenbesitzern kommen noch ca. acht Stunden für Hobbyarbeiten in der eigenen, durchschnittlich 360 Quadratmeter großen Parzelle hinzu. 75 Prozent der Personen mit Garten geben das schöne Frühlingswetter als Beweggrund an, nach draußen zu gehen, aber 58 Prozent weisen auch auf die Einschränkungen bei anderen Freizeitmöglichkeiten hin, und 55 Prozent nennen die Kontaktsperren. „Der Hausgarten könnte sich zukünftig noch mehr als echte Wertkomponente auf dem Immobilienmarkt entwickeln“, vermuten die Geisenheimer Gartenbauökonomen.

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