Parlamentarischer Abend 2018

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Verwaltung und den grünen Berufsverbänden waren am 13. Juni der Einladung des bdla nw und des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW zu einem Parlamentarischen Abend gefolgt. Diese alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung auf der MS Riverstar in Düsseldorf erfreut sich größter Beliebtheit. 

Gemeinsam mit VGL-Verbandspräsident Christian Leonhards konnte Ina Bimberg, Vorsitzende des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten NRW neben zahlreichen Landtagsabgeordneten und mehreren Ministern auch den Präsidenten des Landtages, Andre Kuper und die frisch vereidigte Umweltministerin NRW Ursula Heinen - Esser begrüßen.

In ihrer Rede stellte Ina Bimberg wichtige Zukunftsfragen wie die zunehmende Verdichtung der Innenstädte oder die Anpassung an den Klimawandel für den Berufstand heraus.  Das „Weißbuch Stadtgrün“ der Bundesregierung und der Leitfaden „Urbanes Grün“ der vorherigen Landesregierung NRW bilden hierbei den Rahmen der komplexen Handlungsfelder und die Umsetzungsmöglichkeiten ab.

"Das Förderprogramm „Zukunft Stadtgrün“ bildet mit 50 Mio € einen ersten  Grundstock, muss aber weiter ausgebaut werden und mit dazu beitragen, Stadtgrün nicht nur zu schaffen, sondern vor allem auch qualifiziert zu erhalten und zu unterhalten. Im Zuge der anstehenden Neuverteilung von Fördermitteln muss sich die wachsende Bedeutung von qualitätsvollem Stadtgrün für lebenswerte Städte und Gemeinden nachdrücklich wiederspiegeln", appellierte Bimberg an die anwesenden Minister und Parlamentarier. Das in der vergangenen Legislaturperiode vorgelegte Bundeskonzept „Grüne Infrastruktur“ sollte nun auf Landes- und regionaler Ebene konkretisiert und in einer ressortübergreifenden Strategie die Praxis umgesetzt werden.Gemeinsame Wettbewerbe wie z.B. der vom Verband der Wohnungswirtschaft, VGL und bdla nrw durchgeführte Wettbewerb "Viertel vor Grün" sollen weitergeführt werden, um die Bedeutung qualitätsvoller Freianlagen im Wohnumfeld ins Bewusstsein zu rücken, so Bimberg weiter. Als weiteres wichtiges Thema sprach Ina Bimberg den Fachkräftemangel an.  "Der Bedarf an qualifizierten und umfassend ausgebildeten Fachkräften unserer Disziplin im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW ist enorm: sowohl in freien Büros als auch in den Fachressorts der Verwaltung können zahlreiche Stellen nicht besetzt werden. Das gilt in ähnlicher Weise für die Führungsebene im Garten- und Landschaftsbau. Der VGL und der bdla in NRW verfolgen deshalb seit längerem das Ziel,  zusätzlich zum bisher einzigen Hochschule in Höxter auch in der Mitte des Landes einen zweiten, attraktiven universitären Studiengang für Landschaftsarchitektur und Landschaftsbau neu zu etablieren. Nach zahlreichen Gesprächen kristallisiert sich als möglicher Standort dafür die Bergische Universität in Wuppertal heraus.  Dort würde der neue Studiengang die bestehenden Studienangebote in Architektur und Bauingenieurwesen hervorragend ergänzen, und durch die Nähe einer großen Zahl von Fachunternehmen könnten Bildung und Praxis in idealer Weise verbunden werden.
„Wir setzen auf Ihre breite Unterstützung für unseren Plan, diesen Studiengang  in Wuppertal zu etablieren, um in naher Zukunft eine bessere personelle Versorgung dieses für das Land NRW so bedeutenden Fachgebietes erreichen zu können," warb Bimberg für die Initiative.

Die mittelständischen Unternehmer des Garten- und Landschaftsbaus und die Landschaftsarchitekten treffen sich seit Jahren mit den Landtagsabgeordneten im Rahmen des traditionellen Parlamentarischen Abends. Ziel des Abends ist es, einen Meinungsaustausch in angenehmer und entspannter Atmosphäre zu führen. Durch diesen stetigen Dialog im Rahmen der Parlamentarischen Abende über nunmehr zwei Jahrzehnte, ist ein Vertrauensverhältnis zwischen den „grünen Verbänden“ und der Politik entstanden, das im Hinblick auf zukünftige Entscheidungen die Möglichkeit bietet, im Interesse unseres Landes und der hier gestellten komplexen Umweltaufgaben, natürlich aber auch zum Nutzen der  Planungsbüros und Unternehmen miteinander im Gespräch zu bleiben.


Geschrieben am 17.06.2018 - geändert am 23.06.2018

 

© 2018 Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla

schließen [x]