SommerTreff - Die Schönheit der Revierparks

Rund 30 Gäste konnte Ina Bimberg, 1. Vorsitzende der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen bei schönem Wetter zum diesjährigen SommerTreff in den Revierparks Gysenberg und Nienhausen begrüßen.

Die Anforderungen an den „Park der Zukunft“ sind in Zeiten des Klimawandels und der sich verändernden Gesellschaft vielschichtiger geworden. Den Revierparks kommt so eine kulturelle und gesellschaftspolitische Schlüsselrolle zu. Die Bauten der Nachkriegsmoderne rücken gerade in den Fokus der Öffentlichkeit, die zur gleichen Zeit entstanden Freiräume sollten gleichberechtigt in die Diskussionen einbezogen werden. "Wir freuen uns daher sehr, dass wir im Rahmen des heutigen SommerTreff auch die Auszeichnung der Revierparks mit dem "Big Beautiful Building Award" feiern können", so Bimberg.

Thomas Dietrich, Planergruppe Oberhausen, führte kurz in das Thema ein. Die Planergruppe Oberhausen hat das integrierte Handlungskonzept mit dem Titel "Zukunft und Heimat – Revierpark 2020" im Auftrag des Regionalverband Ruhr (RVR) bearbeitet. Der RVR hatte sich mit diesem Integrierten Handlungskonzept 2017 erfolgreich beim Landeswettbewerb "Grüne Infrastruktur NRW" beworben und eine Förderempfehlung des Landes erhalten. Die von EU und Land NRW in Aussicht gestellte Gesamtinvestition zur Erneuerung der Revierparks beträgt knapp 28,6 Millionen Euro. Der RVR hat daraufhin ein Umsetzungskonzept erarbeitet, um die fünf Revierparks in der Metropole Ruhr zu modernisieren und nachhaltig zu verändern. Die Bezirksregierungen Arnsberg, Düsseldorf und Münster haben dieses Umsetzungskonzept im Frühjahr 2018 genehmigt. Auf dieser Grundlage werden die Planungen der einzelnen Maßnahmen weiter qualifiziert und bis Ende September 2018 ein entsprechender Förderanträge gestellt.

Jeder Park erhält künftig sein eigenes Profil. Im Gysenbergpark in Herne steht alles unter dem Thema „Natur und Tivoli“. Im Mattlerbusch in Duisburg heißt es „Ein Tag Ferien“. Der Revierpark Nienhausen in Essen/Gelsenkirchen entwickelt sich zu einem „Parklabor“ und Vonderort in Oberhausen/Bottrop wird zum „Park in Bewegung“. In Dortmund widmet sich Wischlingen dem Thema „Park erleben – Natur erlernen“.
In allen Parks werden die Eingangsbereiche ansprechender gestaltet, Wege aufgewertet bzw. zurückgebaut und barrierefreie Pfade geschaffen. Eine energieeffiziente Beleuchtung und einheitliche Beschilderung sind vorgesehen. Vorhandene Sport- und Spielbereiche werden zeitgemäßer ausgerichtet und neue sollen entstehen. Artenschutzreiche Pflanzungen ersetzen monotone Beete und Flächen und bieten so Tieren neue Lebensräume. Radwegeanbindungen sollen die Revierparks besser an das regionale Radwegenetz anschließen. Ziel ist es, von Park zu Park mit dem Rad fahren zu können.

Beim Rundgang mit Jasmin Utku wurde dann auch schnell deutlich wieso im Revierpark Gysenberg das Thema "Tivoli" gewählt wurde. Der kleine "Freizeitpark" mit Original-Fahrgeschäften aus den 70-iger Jahren hinterließ bei den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck.

In Nienhausen begrüßte Franz Dümenil, Parkleiter Gesundheitspark Nienhausen - Freizeitgesellschaft Metropole Ruhr mbH, die Gruppe. Horst Fischer, Leiter des Referates 11 des RVR, gab seiner Freude Ausdruck, dass die Revierparks heute geehrt werden. Schon während seines Studiums wären die Revierparks als Beispiele mit herausragender Bedeutung in der Landschaftsarchitektur diskutiert worden. Mit der in Ausschicht stehenden Förderung könne diese leuchtende Strahlkraft weiter entwickelt werden.

Tim Rieniets, Geschäftsführer der StadtBauKultur NRW, dankte dem bdla für die Initiative, auch den Freiraum im Rahmen der Aktionen "Big beautiful buildings" in den Fokus zu stellen. Dann überreichte er Horst Fischer und Franz Dümenil stellvertretend für alle Revierparks den Big Beautiful Building-Awards.

Im Anschluss fand noch ein gemeinsamer, aufschlussreicher Spaziergang durch den Revierpark Nienhausen statt.


Geschrieben am 09.09.2018

 

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