Landschaftsarchitektur

Berufseinstieg

© Petra Baum, bdla

Landschaftsarchitekten werden dringend gesucht. Absolventen stehen viele Karrierewege offen.

Angestellt im Planungsbüro

Planungsbüros bieten innovatives Arbeiten in kleinen, kreativen Teams. Eine schlanke Organisation, kollegiales Miteinander und flache Hierarchien sind typisch.

In vielen Planungsbüros ist der Arbeitsalltag durch lokale Projekte, vielfältige Aufgaben, hohe Eigenverantwortung und den Einsatz als „Allrounder“ gekennzeichnet. In anderen Planungsbüros wiederum arbeitet man überregional, oft auch international. Neben den „Allrounder“ treten dann auch Spezialisten. Oft bearbeitet man „Leuchtturmprojekte“, die im Zentrum der Öffentlichkeit und der Medien stehen.

Arbeiten in der Verwaltung

In öffentlichen Verwaltungen warten viele Aufgabenfelder: Freiraumentwicklungskonzepte, Management öffentlicher Grünanlagen, Klimaanpassungsmaßnahmen, Bürgerbeteiligung. Auch Behörden stehen vor einem Generationenwechsel und suchen Fachpersonal. Für eine höhere Verwaltungslaufbahn sollte im Anschluss des Studiums ein Landespflege- oder Städtebau-Referendariat absolviert werden.

Selbstständig als freier Landschaftsarchitekt

Die Selbstständigkeit kann ein sehr interessanter Karriereschritt sein, oft nach einigen Jahren als Angestellter. Entweder man tritt als Partner in ein bestehendes Unternehmen ein oder gründet sein eigenes Planungsbüro. Dazu gehört der "Sinn" für die betriebswirtschaftlichen Erfordernisse, überdurchschnittliches Engagement und eine klare Idee der Ausrichtung, etwa durch ein spezialisiertes Angebot.

Praktikum

Ein Praktikum, vor und während des Studiums, ist ein großer Gewinn für die Berufsorientierung. Es gibt einen tiefen Einblick in das wirkliche Berufsleben, vermittelt entscheidende Kenntnisse, erleichtert später den Berufseinstieg und bringt Pluspunkte bei potenziellen Arbeitgebern. Mitunter ergibt sich aus einem früheren Praktikum eine Erstanstellung.

Jobsuche

Um nach Jobangeboten zu recherchieren oder selbst ein Stellengesuch aufzugeben, empfiehlt sich die bdla-Jobbörse. Einen breiten, bundesweiten Überblick bietet außerdem der Informationsdienst „arbeitsmarkt Umweltschutz und Naturwissenschaften“ des Wissenschaftsladens Bonn.

Kammerfähigkeit und Kammereintrag

Die Berufsbezeichnung "Landschaftsarchitekt" ist gesetzlich geschützt. Nur diejenigen, die Mitglied einer Architektenkammer sind, dürfen sich „Landschaftsarchitekt“ nennen. Voraussetzung ist ein Studienabschluss im Bereich der Landschaftsarchitektur von mindestens sechs Semestern, in einigen Bundesländern auch mindestens acht Semestern. Darüber hinaus muss eine berufliche Tätigkeit von zwei bis drei Jahren nachgewiesen werden. Für detaillierte Auskünfte stehen die Eintragungsausschüsse der Architektenkammern zur Verfügung.

Selbstverständlich können Studienabsolventen auch ohne Kammereintrag angestellt oder freiberuflich tätig sein. Sie dürfen in ihrer Berufs- oder Bürobezeichnung jedoch nicht das Wort oder den Wortbestandteil „Architekt“ oder „Architektur“ verwenden. Außerdem können in der Regel nur diejenigen an Architektenwettbewerben teilnehmen, die in der Architektenliste eingetragen sind.

bdla unterstützt Selbstständigkeit

Der Berufsverband unterstützt junge Bürogründer in vielfältiger Weise. Unter anderem fördert die bdla-Arbeitsgruppe „Junge Landschaftsarchitekten“ den gemeinsamen Austausch. Hilfreich für die eigene Existenzgründung ist auch die Broschüre "Existenzgründung - Der Weg zum eigenen Architekturbüro" der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.

Positionen und Informationen des bdla zu Aus- und Fortbildungen stehen hier.

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