Zwischen Berliner Verdichtung und Brandenburgischer Weite entsteht Zukunft und die braucht mehr als eine Perspektive. Zwei starke Stimmen für unseren Preis. Julia Paaß, Netzwerk Zukunftsorte und Achim Wollschläger, Bundesstiftung Bauakademie übernehmen die Schirmherrschaft.
© Oliver Kleinschmidt, Karl-Marx-Allee, Berlin
"Landschaftsarchitektur ist mehr als Gestaltung – sie prägt, wie wir in Zukunft zusammenleben. Die Folgen des Klimawandels und gesellschaftliche Veränderungen zeigen: Es braucht Räume, die ökologische Resilienz mit sozialer Teilhabe verbinden. Der Berlin-Brandenburgische Landschaftsarchitektur-Preis setzt genau hier an: Er würdigt nicht nur herausragende Projekte, sondern auch mutige Experimente, kooperative Prozesse und unkonventionelle Lösungen." Mit diesem Grußwort aus der Bundesstiftung Bauakademie starten wir in die Vorstellung unserer Schirmherrschaft:
Julia Paaß, Netzwerk Zukunftsorte © Jule Felice Frommelt
Netzwerk Zukunftsorte - Mitgründerin und Vorständin
Julia Paaß ist Mitgründerin und Vorständin des Netzwerk Zukunftsorte, dem ersten deutschlandweiten Netzwerk für Macher:innen von impulsstarken Wohn- und Arbeitsprojekten auf dem Land. Ehemals Kommunikationsdesignerin zog sie 2013 von Berlin in ein kleines Dorf in Brandenburg, wo sie einen der ersten Zukunftsorte, Hof Prädikow, mitgründete. Seither setzt sie sich mit ihrem Netzwerk für gemeinwohlorientierte Leerstandsbelebung und impulsstarke Treffpunkte in ländlichen und strukturschwachen Regionen ein. Mit ihrem Netzwerk organisiert sie Austausch und Wissenstransfer unter den Macher:innen – die alle daran arbeiten, mit ihren Orten Zusammenhalt, soziales Wirtschaften und Klimagerechtigkeit vor Ort zu stärken.
Achim Wollschläger, Bundesstiftung Bauakademie © Andreas Gehrke
Bundesstiftung Bauakademie - Stiftungsbeauftragter Bau
Achim Wollschläger ist Architekt. Nach seiner langjähriger Mitarbeit in verschiedenen international tätigen Architekturbüros wechselte er 2022 zur Bundesstiftung Bauakademie. Als Stiftungsbeauftragter Bau koordiniert er die Errichtung des künftigen Bauakademie-Gebäudes. Als Teamplayer weiß er, dass Planen und Bauen nur im konstruktiven Miteinander zum Erfolg führen kann. Deshalb ist ihm ein offener Austausch mit allen Projektbeteiligten wichtig. Die Verknüpfung des Bauakademie-Standorts mit seinem Umfeld und das klimagerechte Bauen liegen ihm besonders am Herzen. Aktuell ist er verantwortlich für die diesjährige Ausstellung 'Treffpunkt Bauwende' über „Blau-Grünes Bauen“ in Berlin-Mitte. Als Zwischennutzung des Baugrundstücks der Stiftung macht die Ausstellung die Themen der Bauwende erlebbar.
"Dieser Tage braucht es mehr denn je offene Möglichkeits- und Experimentierräume. Orte, an denen Miteinander entstehen kann, gemeinsam gestaltet und gemacht wird. Räume zum Ausprobieren, Aushandeln und Ausruhen. Diese Räume zu ermöglichen ist unser aller Aufgabe – eine der schönsten und sinnvollsten, die ich mir vorstellen kann.“ Julia Paaß
„Die interdisziplinäre Arbeit zwischen Architekt:innen, Landschaftsarchitekt:innen und Stadtplaner:innen bekommt gerade heute eine besondere Bedeutung. Gebäude sind ein Teil des Problems und zugleich können sie Teil der Lösung sei. Aber nur, wenn sie im Einklang mit Gebäudegrün und Regenwassermanagement entwickelt werden und das Denken an der Gebäudekante nicht aufhört, sondern in einer freiraumplanerischen Einheit gedacht wird. Deshalb finde ich den Berlin-Brandenburgischen Landschaftsarchitektur-Preis so wichtig.“ Achim Wollschläger
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