And the winner is... Aus 65 Einreichungen und 21 nominierten Projekten wählte unsere Jury unkonventionelle Arbeiten, solche die Wagnisse darstellen, Zukunftsimpulse beinhalten, generationsübergreifend und sozial nachhaltig sind. Neun Preise sind vergeben in unseren sieben Kategorien plus Hauptpreis und Publikumspreis.
© Landschaftsarchitektur+Video
Landschaftsarchitektur schafft Orte, an denen Menschen zusammenkommen. Sie reagiert auf den Klimawandel. Sie verbindet Stadt und Landschaft, Technik und Gestaltung, Alltag und Schönheit. Und sie entsteht fast nie allein, sondern immer im Zusammenspiel mit anderen. Allen, die ihre Projekte eingereicht haben, möchten wir danken, dass sie der starken Landschaftsarchitektur in Berlin und Brandenburg eine Bühne geben.
Landschaftsarchitektonisches Schaffen wird immer noch unterschätzt. Der Hauptpreis hat alles, was ein Landschaftsarchitekturpreis haben soll! Cordula Loidl-Reisch, Juryvorsitzende.
Menschen probieren aus, wie sie ihren Ort, ihre Gemeinde, ihre Region auf eine Weise mitgestalten können, dass sie zukunftsfähiger werden, in Bezug auf Klima, Naturschutz, auch sozialen Zusammenhalt, nachhaltiges Wirtschaften und Teilhabe für alle. Welche Voraussetzung braucht es, um sich eingeladen zu fühlen, das Umfeld aktiv zu gestalten? Und genau hier kommt die Landschaftsarchitektur ins Spiel! Julia Paaß, Netzwerk Zukunftsorte, Schirmfrau unseres Preises.
Dem Kiez wollten POLA Landschaftsarchitekten aktiv etwas zurückgeben - räumlich, sozial und ökologisch. Das ist gelungen! Der Hauptpreis für Berlin und Brandenburg geht an die Freiräume des 'Stiftungsensembles Spore & Publix' mit Garten, Durchgängen und öffentlicher Dachterrasse im laut-pulsierenden Berlin-Neukölln.
Dachgärten zählen zu den urbanen Freiräumen mit den weltweit größten Zukunftsaussichten. Im Berliner Westen bietet der Dachpark auf dem AERA Bürogebäude ein nachahmenswertes Best-Case-Project, so ästhetisch wie raffiniert, realisiert von capattistaubach urbane landschaften.
Wo Nachhaltigkeit mehr bedeutet als Ökologie, weil Klimaanpassung intensiv mit sozialer Teilhabe verknüpft ist. Ausgezeichnet werden SCHÖNHERR Landschaftsarchitekten für den Einsteinpark in Berlin-Prenzlauer Berg.
Kräuterwiesen, Matschzonen, grünes Klassenzimmer: Auf diesem Schulhof steppen Schmetterling, Raupe und bewegungsaktive, wissbegierige Kinder. Für die Freie Waldorfschule Prenzlauer Berg gelang GM013 Landschaftsarchitektur eine sinnliche Symbiose aus Räumen und Pflanzen.
In Zeiten gesellschaftlicher Spaltung zeigt der Jüdische Garten in den Gärten der Welt in Berlin, wie Landschaft Räume schaffen kann, die verbinden, statt trennen. Die ARGE Manfred Pernice / Wilfried Kuehn / atelier le balto GbR wird ausgezeichnet für einen Garten, der Pflanzen zu Erzählerinnen jüdischer Kultur werden lässt.
Wenn Freiräume Lebendigkeit fördern und Verbundenheit stärken: Zwischen Museum und Altstadt wird der Bürgergarten Angermünde zum Garten für alle und schenkt Geschichte(n), Natur und gemeinsames Erleben. Die Auszeichnung geht an planung.freiraum, Barbara Willecke.
Ein gelebtes Beispiel dafür, was Kollaboration jenseits bloßer Alibi-Beteiligung bedeuten kann. Ressourcenextensiv, klimaangepasst, reparabel, biodivers und unaufgeregt im Auftritt: Der Skaterplatz Vetschau. Das Lob geht an Mensch und Natur, Karin Stottmeister/SPREEAKADEMIE gGmbH.
Mit gärtnerischer Expertise und viel Engagement der Vereinsmitglieder ist ein identitätsstiftender Ort erwachsen, der Menschen zusammenbringt, Schrebergärten neu erfindet und die Freude am gemeinschaftlichen Tun kultiviert. Der Urbane Waldgarten Britz von Wyld Landschaftsarchitekten verkörpert Diversität und Lässigkeit.
Hier gibt es keine Barrieren, nur Möglichkeiten! Auf dem Weg von der Problemschule zum Ort der Hoffnung erweist sich Landschaftsarchitektur als wichtiges Werkzeug. Campus Rütli CR² und studio polymorph Landschaftsarchitekten erhalten die meisten Stimmen des Publikums. Der Publikumspreis verdeutlicht: Gute Orte können etwas verändern.
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