Nordrhein-Westfalen

nrw.landschaftsarchitektur.preis 2026 verliehen

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Bund Deutscher Landschaftsarchitekt*innen NRW prämiert sieben Projekte - Wir gratulieren den Preisträgern. Im Erich Brost-Pavillon auf Zeche Zollverein in Essen hat der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt*innen Nordrhein-Westfalen (bdla nw) in Zusammenarbeit mit Baukultur Nordrhein-Westfalen am 21. Mai 2026 den nrw.landschaftsarchitektur.preis 2026 verliehen. Rund 160 Gäste nahmen an der Preisverleihung teil.

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Aus 27 eingereichten Arbeiten zeichnete die Jury unter Vorsitz von Prof. Irene Lohaus fünf Projekte mit einem Preis sowie zwei weitere mit einer Anerkennung aus. Zusätzlich wurde ein Sonderpreis für eine regionale Strategie mit fünf Einzelprojekten vergeben. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen beispielhaft, wie Landschaftsarchitektur zu Klimaanpassung, ökologischer Revitalisierung und qualitätsvollen öffentlichen Räumen beitragen kann – sowohl in realisierten Projekten als auch in konzeptionellen Ansätzen.

Die Preisträger*innen

Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH aus Berlin wurde für ihr Projekt Altstadt Lüdenscheid mit einem Preis belohnt. Das Konzept setzt den gestalterischen Schwerpunkt darauf, die historischen Gebäude in einem ruhigen Rahmen zur Geltung kommen zu lassen. Die Jury hob besonders den behutsamen Umgang mit der vorhandenen Substanz hervor, während an ausgewählten Stellen gezielt in Qualität investiert wird – ganz im Sinne des Prinzips „Weniger ist mehr“.

Mit dem Klimagarten Schwerte liefert das Büro Förder Landschaftsarchitekten GmbH aus Essen eine Planung, die, flankiert von einem umfangreichen Beteiligungsprozess die Grundlage für den Betrieb und die Nutzung durch die Bevölkerung bildet. Entwickelt aus der ruhrgebietstypischen Gemengelagen aus Obstwiesen, Spontanvegetation und Freibereichen entsteht ein flexibel zu bespielendes Grundgerüst für eine vielseitig nutzbare Parkanlage, die ein „klimatisches“ Bewusstsein in den Köpfen der vielen Akteure und Nutzer entstehen lässt. in Preis wurde dem studio grüngrau GmbH aus Düsseldorf zugesprochen, welches die Parkstadt Wiehl gestaltet hat. Der neue Wiehlpark entwickelt sich zum identitätsstiftenden Mittelpunkt der Stadt. Die Wiehl mit ihrer Auenlandschaft bildet nach Renaturierung und Aufweitung das neue Ost-West Rückgrat der Stadt und prägt sie als Landschaftsachse. Die Jury würdigte hier die schlüssige Zusammenführung von Städtebau, Erholungsbedürfnis und Ökologie.

Ein weiterer Preis ging an STERN LANDSCHAFTEN BDLA aus Köln für das Projekt Kirchenstandort Witzhelden. Architektur und Landschaftsarchitektur ist gemeinsam eine überzeugende Lösung gelungen. Die Jury hob insbesondere die außergewöhnliche Gestaltqualität bis ins Detail hervor, die diesen Ort respektvoll, zurückhaltend und mit einladender Atmosphäre entwickelt. Das geschickte Höhenkonzept entlockt dem vielfältig geneigten Gelände unterschiedlich nutz- und bespielbare Freibereiche.

Prämiert wurden außerdem SOWATORINI Landschaft PartmbB aus Bottrop für das Projekt Treibgut - Außenanlagen Grüner Weiler in Münster. Das Wohnprojekt geht dabei neue Wege bei Energie, Mobilität, Solidarität und gemeinschaftlichem Wohnen. SOWATORINI hat diesen Gedanken auf besonders innovative Weise aufgegriffen. Durch gemeinsame Räume und Aktivitäten entsteht eine starke Nachbarschaft, in der Teilen und Mitmachen wichtiger sind als Besitz. Ziel ist ein „Dorf in der Stadt“, bei dem das gemeinschaftliche Leben über die eigene Wohnung hinausgeht.

Die Anerkennungen

Des Weiteren wurden zwei Anerkennungen ausgesprochen: Eine Anerkennung ging an das Kölner Büro LILL + SPARLA Landschaftsarchitekten Partnerschaft mbB für die Gestaltung der Koelnmesse Neubau Confex "Tischbegrünung". Es ist hier gelungen, unter schwierigsten vegetationstechnischen Bedingungen dem Ort eine kleine grüne Oase zu spendieren. Die Pflanzung zeigt ein jahreszeitlich wechselndes und strukturreiches Bild, das auch Insekten und Vögel anlockt. Die integrierten Sitzmöbel laden zum Verweilen und Beobachten ein.

Die zweite Anerkennung ging an PLANERGRUPPE GmbH aus Essen für die 37° Nordost – Gladbeck wächst zusammen. Seit 50 Jahren hofft Gladbeck auf die Schließung der Wunde, die mit der B 224 durch ihre Stadt geschlagen wurde. Hier liefert Landschaftsarchitektur Antworten. Bereits lange vor einer konkreten Planung vermitteln Bilder einen Eindruck von den entstehenden Qualitäten, geben der Bürgerschaft eine Anschauung jenseits der nüchternen Funktionspläne. Gleichzeitig werden Standards für Ausgestaltung und Nutzungsverteilung gemeinsam entwickelt, vereinbart und dokumentiert – wichtiges Werkzeug und Messlatte für die spätere Umsetzung in konkrete Landschaftsarchitektur. 

Landschaftsarchitektur ist Zukunftsaufgabe

Der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt*innen Nordrhein-Westfalen hat den nrw.landschaftsarchitektur.preis 2026 bereits zum zwölften Mal verliehen. Dabei werden Projekte, Planer*innen und Bauherr*innen ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit vorbildlich wirken, weil sie eine gestalterisch hochwertige, sozial und ökologisch wirksame Stadt­ und Landschaftsentwicklung, Klimaanpassungsstrategien sowie eine zeitgemäße, mutige und kreative Landschaftsarchitektur in Nordrhein­Westfalen fördern. Zugelassen sind auch konzeptionelle Entwürfe und Projekte.

In Zusammenarbeit mit dem bdla nw gibt Baukultur Nordrhein-Westfalen eine Broschüre zum nrw.landschaftsarchitektur.preis 2026 heraus, die alle Teilnehmer*innen des Wettbewerbs und ihre Projekte vorstellt. Die Broschüre ist über den bdla nw und Baukultur Nordrhein-Westfalen kostenlos zu bestellen. Der nrw.landschaftsarchitektur.preis 2026 wird unterstützt von Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG, Lorberg Quality Plants GmbH & Co. KG  und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung wurden allen Preisträger*innen eine Trophäe übergeben. Die Trophäe hebt als zweifarbiges Sichtbeton-Werkstück das Bundesland Nordrhein-Westfalen auf einem Sockel empor. Die Gewinner-Projekte sind darauf jeweils benannt und verortet. Gestiftet wurden die Trophäen vom Sponsor Rinn.

Die Broschüre kann über Baukultur Nordrhein-Westfalen bestellt werden.


Broschüre als download!

Baukultur Nordrhein-Westfalen ist als Institution im Land die Adresse für Baukultur. Wir initiieren, organisieren, vernetzen und kommunizieren aktuelle baukulturelle Themen. Dazu kooperiert Baukultur Nordrhein-Westfalen mit vielen Partnern und unterstützt beispielhafte Projekte Dritter. Mit dem eigenen Museum der Baukultur präsentiert und inszeniert Baukultur Nordrhein-Westfalen wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen – in NRW und über die Landesgrenzen hinaus. Diese Form eines mobilen Museums der Baukultur ist weltweit einzigartig. Gefördert wird Baukultur Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. 

https://www.baukultur.nrw

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