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Round-Table-Talk mit Staatssekretärin Dr. Christiane Rohleder am 20. Oktober 2022 in Berlin

Im Rahmen der bdla-Veranstaltung „Update 2022 – Landschafts- und Umweltentwicklung“ am 20. und 21. Oktober 2022 im Deutschen Architektur Zentrum in Berlin fand ein abendliches Fachgespräch mit Dr. Christiane Rohleder, Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV), statt. Der konzentrierte Austausch zwischen bdla-Präsident Prof. Stephan Lenzen und Dr. Christiane Rohleder, moderiert von Prof. Catrin Schmidt, TU Dresden, und Uwe Herrmann, Bendfeldt Herrmann Franke Landschaftsarchitekten, Kiel, befasste sich mit dem Transformationsdruck auf die Landschaft. Die Staatssekretärin informierte über die künftigen Aufgaben der neugeschaffenen Transformationsabteilung im Hause von Bundesumweltministerin Dr. Steffi Lemke.

Beim Round-Table-Talk: Prof. Catrin Schmidt, Prof. Stephan Lenzen, Dr. Christiane Rohleder und Uwe Herrmann (v.l.n.r.). © Thomas Haas

Einen Diskussionspunkt bildete die konkrete Ausgestaltung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) des BMUV. Der bdla beteiligt sich in diesem Zusammenhang aktiv am Konsultationsverfahren und gab Ende Oktober eine dezidierte Stellungnahme hierzu ab (s. Pressemitteilung "Natürlicher Klimaschutz braucht innovative Konzepte").

Prof. Stephan Lenzen betonte vor diesem Hintergrund, dass nicht nur im Bereich des Neubaus, sondern auch in der Bestandserhaltung, also einer durchdachten Umbaukultur, große Potentiale für den Klimaschutz stecken. Darüber hinaus sei es wichtig, neben den bereitgestellten finanziellen Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz – derzeit vier Milliarden Euro – auch auf die Beseitigung von Planungshemmnissen und ausreichendem, qualifizierten Personal in Verwaltung und Planungsbüros zu achten.

Dr. Christiane Rohleder hob insbesondere hervor, dass eine holistische Planung benötigt werde, die eine Reihe der vorgenannten Herausforderungen zusammenführt und umsetzt: „Sie (Landschaftsarchitekt:innen) haben den ganzheitlichen Blick auf Gestaltung, Natur und Klimawandel, den wir in der Politik brauchen“. Eine Verknüpfung diverser Handlungsstränge wie zum Beispiel Schwammstadt, Grün in der Stadt, Frischluftschneisen, multifunktionale Nutzeransprüche oder cradle-to-cradle müssen nun auch verstärkt in der Ausgestaltung von Förderprogrammen und -projekten konkretisiert werden.

Essentials zur Klimaanpassung
Der bdla-Präsident übergab der Staatssekretärin im Rahmen des Gesprächs auch offiziell die kurz vorher veröffentlichten „20 Essentials des bdla zur Klimaanpassungspolitik für Stadtlandschaften“; diesbezüglich bestätigte Dr. Christiane Rohleder, dass der Berufsverband ein wichtiger Akteur zur erfolgreichen Umsetzung der politischen und gesellschaftlichen Maßnahmen zur Klimaanpassung und die Zusammenarbeit zwischen Bundesumweltministerium und bdla erfreulich eng sei.

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