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Das waren das bdla-Wirtschaftsforum und die Werkstatt Junge Landschaftsarchitektur 2026

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Im Februar 2026 standen beim bdla-Wirtschaftsforum und der vorausgehenden Werkstatt Junge Landschaftsarchitektur wirtschaftliche Themen im Mittelpunkt. Beide Veranstaltungen widmeten sich den Herausforderungen und Zukunftsfragen von Planungsbüros.

6. Werkstatt Junge Landschaftsarchitektur

Wie wächst ein Landschaftsarchitekturbüro und was bedeutet Wachstum eigentlich? Mit diesen Fragen setzte sich die 6. Werkstatt Junge Landschaftsarchitektur des bdla am 26. Februar 2026 auseinander. Im Mittelpunkt standen persönliche Einblicke in sehr unterschiedliche Bürorealitäten und Entwicklungswege. Wachstum wurde dabei nicht nur als Vergrößerung verstanden, sondern als Prozess des Entscheidens, Strukturierens und Positionierens. Ebenso ging es um Phasen der Stagnation, um bewusste Begrenzung und um die Frage, was den Kern eines Büros langfristig trägt.

David Theidel, Prof. Laura Vahl, Michael Wenzel, Katja Erke und Moderator Franz Reschke bei der 6. Werkstatt Junge Landschaftsarchitektur

Den Auftakt machte Prof. Laura Vahl (KOKOMO Landschaft und Stadtraum GmbH / Berliner Hochschule für Technik). Die Entwicklung ihres Büros beschrieb sie anhand von drei Phasen, von der Gründung über den Aufbau tragfähiger Strukturen bis hin zur Erweiterung fachlicher Kompetenzen. Internationale Erfahrungen in Boston und London haben ihren Blick auf Wachstum wesentlich geprägt. Michael Wenzel (NUWELA Büro für Städtebau und Landschaftsarchitektur) zeigte Büroentwicklung als Prozess zwischen Intuition und Planung. Aus ersten Ideen zur Bürogründung auf dem Fahrrad entstanden Schritt für Schritt verlässliche Strukturen und eine zunehmende Professionalisierung. Unter dem Leitmotiv „Wollen, lernen, versuchen“ berichtete David Theidel (GREENBOX Landschaftsarchitekten Partnerschaftsgesellschaft mbB) von seinem Einstieg als Partner in ein bereits etabliertes und erfolgreiches Büro. Die gemeinsame Entscheidung der Partnerschaft, weiter zu wachsen, brachte strategische Überlegungen, neue interne Strukturen sowie die Erschließung zusätzlicher Geschäftsfelder mit sich. Mit einem bewusst anderen Maßstab schilderte Katja Erke (Landschaftsmanufaktur Berlin) ihren Weg in die Soloselbstständigkeit. Klare inhaltliche Ziele, ein definiertes Arbeitsmodell und die bewusste Vernetzung bilden die Grundlage ihrer eigenständigen und nachhaltig ausgerichteten Praxis.

16. bdla-Wirtschaftsforum

Mit über 150 Teilnehmenden wieder gut besucht war bei strahlendem Sonnenschein das 16. bdla-Wirtschaftsforum am 27. Februar 2026 in München. Im Fokus standen dieses Mal HOAI, Vergabepraxis und flexible Arbeitszeitmodelle. Nach einer kurzen Einführung durch den designierten Fachsprecher Ökonomie, Markus Pieper, präsentierten Mirjam Mohrlüder und Dieter Pfrommer die Ergebnisse der aktuellen HOAI-Gutachten für Freianlagen und Landschaftsplanung und zeigten, wie aktualisierte Leistungsbilder, neue Honorarzonen und angepasste Tafelwerte zu einer auskömmlichen Vergütung beitragen können. Daran anknüpfend beleuchtete anhand von Praxisbeispielen und Gerichtsurteilen routiniert Dr. Sebastian Schattenfroh den rechtssicheren Umgang mit offenen HOAI-Fragen in der Praxis. Er betonte, dass seit Wegfall des verbindlichen Preisrechts vor allem der Vertrag über das Honorar entscheidet und zeigte typische Streitpunkte bei anrechenbaren Kosten, Objektabgrenzungen und Leistungsänderungen auf.

Am Nachmittag stellten Margit Friedrich und Doris Grabner den Mehrwert des Vergabekompasses der Bayerischen Architektenkammer als Instrument für qualitätsorientierte Verfahren für Kammermitglieder, Vergabestellen und Verfahrensbetreuende vor. Der Vergabekompass erfährt zudem immer mehr auch bundesweite Aufmerksamkeit. Im Anschluss daran informierte Dr. Martin Jansen über die derzeit laufenden Reformen im Vergaberecht und deren Bedeutung für die Akquise öffentlicher Aufträge. Zugleich machte er darauf aufmerksam, dass erfolgreiche Akquise künftig stärker auf aktive Ansprache öffentlicher Auftraggeber, Qualität im Leistungswettbewerb und klare Compliance-Strukturen angewiesen ist. Den Abschluss bildete Dr. Sandra Schuster mit Impulsen zu flexiblen Arbeitszeitmodellen als Baustein für zukunftsfähige Planungsbüros. Sie zeigte, dass flexible Arbeitszeitmodelle weit über Teilzeit oder Homeoffice hinausgehen und als strategisches Instrument für Fachkräftebindung, Diversität und Innovationsfähigkeit in Planungsbüros wirken. Voraussetzung seien eine veränderte Bürokultur, transparente Kapazitäts- und Zeiterfassung sowie klare Prozesse, damit Flexibilität nicht zu Selbstausbeutung führt, sondern zu gesunden und leistungsfähigen Teams.

16. bdla-Wirtschaftsforum

 

16. bdla-Wirtschaftsforum

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