Masterarbeit „Laurophyllisierung“ von Johanna Wennemar, HS Osnabrück, ausgezeichnet
Die Auswirkungen des Klimawandels setzen Stadtbäume zunehmend unter Druck. Hitze, Trockenheit und versiegelte Flächen erschweren ihr Wachstum erheblich. Mit dieser Herausforderung beschäftigte sich Johanna Wennemar in ihrer Masterarbeit „Laurophyllisierung – Chance für eine klimaresiliente Gehölzverwendung in der Stadt“. Die Absolventin des Masterstudiengangs Landschaftsarchitektur der Hochschule Osnabrück wurde dafür am 20. März 2026 in Osnabrück mit dem Internationalen Ulmer-Preis 2025 der Karl-Foerster-Stiftung ausgezeichnet. Der mit 4000 Euro dotierte Preis würdigt innovative Forschung zur Vegetationskunde.
Laurophyllisierung beschreibt einen Prozess, bei dem sich die für Mitteleuropa typischen sommergrünen Laubwälder durch die Ausbreitung gebietseigener und gebietsfremder Arten zu zumindest teilweise immergrünen Waldgesellschaften entwickeln. „Johanna Wennemar geht der Frage nach, inwieweit sich Immergrüne aus Lorbeerwäldern der vollhumiden Subtropen für die Verwendung im städtischen Raum eignen. Anhand ausgewählter immergrüner Laubgehölze, Koniferen und Palmen eruiert sie, inwieweit Laurophyllisierung künftig eine Chance für die klimaresiliente Gehölzverwendung in der Stadt sein kann,“ heißt es in der Begründung der Fachjury, bestehend aus Vertreter:innen des Kuratoriums der Karl-Foerster-Stiftung.
Seit 2007 vergibt die Karl-Foerster-Stiftung für angewandte Vegetationskunde den INTERNATIONALEN ULMER-PREIS, um das Bewusstsein für die Auseinandersetzung mit Pflanzen als Gestaltungsmittel in der Landschaftsarchitektur zu fördern und den Berufsnachwuchs zur Beschäftigung mit der Einzigartigkeit dieses Baustoffs zu motivieren.
Internationale Auszeichnung für Absolventin der Hochschule Osnabrück
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