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Parlamentarischer Abend der „Initiative Grün für Stadt und Land“

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Stadtgrün ausbauen, Klimaanpassung dauerhaft finanzieren und Wasser verantwortungsvoll nutzen: Anlässlich ihres Parlamentarischen Abends am 3. November in Berlin forderten BGL, BdB, bdla und ZVG bessere politische und finanzielle Rahmenbedingungen für den Ausbau und Erhalt grün-blauer Infrastruktur in Städten und Gemeinden.

Parlamentarischer Abend am 3. November 2026. Foto. BGL

Dabei diskutierten die Verbände mit den Abgeordneten des Deutschen Bundestages, wie Bund und Länder die Kommunen bei der Anpassung an Hitze, Trockenheit und Starkregen dauerhaft finanziell unterstützen können.

Die EU-Wiederherstellungsverordnung setzt langfristige Vorgaben für den Erhalt und die Entwicklung städtischen Grüns. Für deren Umsetzung müssten naturbasierte Lösungen qualifiziert geplant, fachgerecht umgesetzt und dauerhaft gepflegt werden.

Investitionen in grün-blaue Infrastruktur dürften nicht an knappen kommunalen Haushalten scheitern, mahnten die Verbände. Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) müsse dafür langfristig abgesichert und seine Förderbedingungen praxistauglich gestaltet werden.

Prof. Stephan Lenzen beim Parlamentarischen Abend am 3. November 2026. Foto: BGL

Grün-blaue Infrastruktur ist kein optionaler Zusatz, sondern eine zentrale Investition in die Vorsorge und Nachhaltigkeit unserer Städte. Sie vereint effektive Klimaanpassung mit lebendigen Freiräumen. Ich appelliere an Sie als Mitglieder des Deutschen Bundestages: Machen Sie die Förderung grün-blauer Infrastruktur zu einer Priorität der urbanen Transformation.

Prof. Stephan Lenzen
bdla-Präsident 

Schirmherr Hermann Färber MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat des Deutschen Bundestages: „Die Stärkung der grün-blauen Infrastruktur ist eine wichtige Zukunftsaufgabe, Stadt und Land klimafreundlich umzubauen. Ziel muss es sein, Lebensräume zu schaffen, die der Lebensqualität, der Begegnung und der Gesundheit der Menschen dienen. Ohne die Expertise des Garten- und Landschaftsbaus, ohne die Produkte aus Gärtnereien und Baumschulen, wird dies nicht gelingen. Ein Dankeschön an die einladenden Verbände für den erkenntnisreichen Dialog zwischen Politik und Praxis.“

BGL-Präsident Thomas Banzhaf: „Klimaanpassung gehört als Gemeinschaftsaufgabe ins Grundgesetz. Unsere Städte und Gemeinden brauchen eine verlässliche Unterstützung durch Bund und Länder, um grün-blaue Infrastruktur auszubauen und dauerhaft zu erhalten.“

ZVG-Präsidentin Eva Kähler-Theuerkauf: „Grüne Infrastruktur beginnt nicht erst am Straßenbaum, sondern in unseren Betrieben. Wer klimaangepasste Städte mit mehr Grün will, muss deshalb die Wasserverfügbarkeit für beides sichern: für das Grün in der Stadt und für seine Produktion.“

BdB-Präsident Hajo Hinrichs: „Jetzt ist es wichtig, das Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz finanziell so auszurichten, dass noch mehr Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Der massive Ausbau der grünen Infrastruktur muss heute erfolgen, nicht erst nach langwierigen Staatsstrukturreformen.“

Im Anschluss an die große Gesprächsrunde konnten die Teilnehmenden mit den Abgeordneten einzelne Themen zu den dringend notwendigen Maßnahmen zur Klimaanpassung mit grün-blauer Infrastruktur weiter vertiefen.

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