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Nachwuchs gesucht – Landschaftsarchitektur braucht mehr Zukunftsgestalter:innen

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Die Landschaftsarchitektur hat – wie viele andere Berufsgruppen auch – ein Nachwuchsproblem. Während der Bedarf an qualifizierten Planer:innen wächst, stagniert die Zahl der Bachelor-Absolvent:innen im Bereich Landsdchaftsarchitektur seit Jahren bei rund 600 pro Jahr. Angesichts von Klimaanpassung, wachsendem Planungsbedarf und einer bevorstehenden Ruhestandswelle ist das deutlich zu wenig. Der Berufsstand braucht mindestens doppelt so viele Absolvent:innen wie heute.

Lehrbetrieb an der TU Berlin in Gefahr. Lautstarker Protest der Landschaftsarchitektur-Studierenden. © Luisa Richter-Wolf

Der bdla setzt deshalb auf neue Wege in der Nachwuchsförderung. Neben dem Einsatz für den Erhalt bestehender Studienstandorte – aktuell insbesondere an der TU Berlin – entstehen neue Konzepte: Kooperationen mit Nachbardisziplinen, duale Studiengänge mit Kommunen und ein engerer Austausch mit Studierenden sollen den Beruf sichtbarer machen.

Denn viele angehende Landschaftsarchitekt:innen entdecken das Fach erst durch Zufall. Doch wer den Entschluss fasst, schätzt vor allem die Verbindung von Kreativität, Naturwissenschaft und Technik sowie die Möglichkeit, Orte nachhaltig und klimaresilient zu entwerfen. Sinnstiftendes Arbeiten, der Umgang mit lebendigen Systemen und interdisziplinäres Denken machen den Beruf für viele zur Berufung.

Wir müssen die Bedeutung der Landschaftsarchitektur als zentrale Disziplin der Transformation sichtbar machen, Allianzen stärken und uns aktiv in bildungspolitische Prozesse einbringen. Lasst uns handeln!

Timo Herrmann
Vizepräsident des bdla

Landschaftsarchitektur ist eine politische Gestaltungsdisziplin. Sie ist systemrelevant und wer Landschaftsarchitektur studiert, entscheidet sich für einen der vielseitigsten und wirksamsten Gestaltungsberufe unserer Zeit. Mit neuen Formaten wie dem ersten Hochschultag der Landschaftsarchitektur am 24. April 2026 in Berlin und dem kontinuierlichen Dialog mit der LASKO will der bdla gezielt an den Nachwuchs herantreten, ihn fördern. 

Die Botschaft ist klar: Wer unsere Städte und Landschaften fit für die Zukunft machen will, braucht vor allem eines – mehr junge Menschen für die Landschaftsarchitektur. Wie dies gelingen kann, dazu mehr in der Ausgabe 2/2026 von "landschaftsarchitekt:innen".

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