Bayern

Neue Geschäftsstellenleitung in Bayern

Ursela Schwertl hat als Leiterin der Geschäftsstelle eine ganze Ära des bdla Bayern maßgeblich geprägt. Nach mehr als 25 Jahren hat sie zum 1. Oktober 2020 den Staffelstab an ihre Nachfolgerin Elisabeth Auer übergeben.

Ein Gespräch zum Neuanfang.

Foto: Michael Ecker

Foto: Michael Ecker

Willkommen beim bdla Bayern, Elisabeth! Du hast ab Oktober die Leitung der Geschäftsstelle des bdla Bayern übernommen - was reizt dich an der Aufgabe am meisten?

Zentnerschwere Steine schleppen in der Sommerhitze, dazu der raue Ton auf der Baustelle: Das waren meine ersten Eindrücke in der Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin. Da habe ich kurzzeitig schon gezweifelt, ob denn das die richtige Berufswahl war. Doch dann habe ich die vielseitige Arbeit jeden Tag mehr zu schätzen gelernt und wurde sensibilisiert für all die Themen, die die Branche derzeit umtreiben wie zum Beispiel dem immensen Flächenfraß, der sorglose Umgang mit endlichen Ressourcen oder auch die ständig neuen gesetzlichen Bestimmungen, die innovative wie kreative Lösungen erfordern.

Spätestens im Studium ist mir klar geworden, dass wir Leute mit „grünen Berufen“ eine große Verantwortung in der Gesellschaft tragen. Als Geschäftsstellenleiterin des bdla Bayern bin ich nun in einer Position, in der ich die Mitglieder des Verbandes unterstützen, deren Interessen vertreten und so meinen Teil zur nachhaltigen Entwicklung von Stadt und Land beitragen kann. Es motiviert mich sehr, mich nun einbringen zu können, um etwas voranzubringen!

Du hast das Duale Studium Landschaftsbau und -Management an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf absolviert, gleichzeitig die Ausbildung zur Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau gemacht und warst dann als Studiengangsassistentin für den Studiengang Landschaftsbau und -Management an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf tätig. Welche Erfahrungen bringst du mit, die für die Verbandsarbeit besonders hilfreich sind?

Im Dualen Studium bekam ich einen breiten Einblick in Theorie und Praxis und hatte dabei in den verschiedenen Ausbildungsgebieten Kontakt zu unterschiedlichsten Menschen – ob auf der Baustelle oder im Hörsaal: Mit den unterschiedlichen Partnern stets lösungsorientiert zu arbeiten war eine äußerst wertvolle Erfahrung, die mir als Vertreterin der Mitglieder des bdla Bayern bestimmt hilfreich sein wird.
In meiner Tätigkeit als Studiengangsassistentin habe ich dann vor allem gelernt, strukturiert und zielorientiert zu arbeiten, ohne den Überblick zu verlieren. Eine zuverlässige, umsichtige und vertrauliche Arbeitsweise ist in der Verbandsarbeit unabdingbar – diese kann ich für den Berufsverband leisten.

Gibt es Themenfelder in der Landschaftsarchitektur, denen du dich berufspolitisch künftig besonders widmen möchtest – persönliche Herzensangelegenheiten sozusagen?

Ich bin seit mittlerweile mehr als zehn Jahren Imkerin, daher liegen mir Naturschutz und Ökologie sehr am Herzen. Schön wäre es, wenn ich dazu beitragen könnte, nachhaltig etwas im Bereich Naturschutz und Biodiversität beizutragen. Aktuell sind die Veränderungen des Klimas in aller Munde – ich möchte die Chance ergreifen, hier etwas zu bewegen und mich dafür einsetzen, dass unsere Branche dabei die Aufmerksamkeit und Gewichtung bei Entscheidungen bekommt, die ihr zusteht.

Du bist seit 2004 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, bringst also Übersicht und Ruhe auch im Krisenmodus mit, oder?

Ja, Ruhe und Überblick zu bewahren ist natürlich das Wichtigste bei einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr. Ich versuche stets, eine gewisse Gelassenheit auf alle Lebenslagen zu übertragen – gerade knifflige Situationen lassen sich so leichter bewältigen. 

Zu guter Letzt: Was dürfen sich die Mitglieder des bdla Bayern als einer der größten Landesverbände in Deutschland von dir erwarten und was ist dir im Austausch mit dem Bundesverband besonders wichtig?

Ich sehe mich vordergründig als Dienstleisterin für die Mitglieder des bdla Bayern und daher ist es mir sehr wichtig, für alle Mitglieder eine verlässliche Ansprechpartnerin zu sein. Gerade jetzt, wo durch die Corona-Pandemie viele Büros vor erheblichen Herausforderungen stehen, möchte ich versuchen, für alle ein offenes Ohr zu haben. Ich werde gerne das gute Netzwerk des bdla Bayern pflegen und weiter ausbauen. Dazu gehört natürlich der fachliche Austausch und die konstruktive Zusammenarbeit mit unserem Bundesverband, den anderen Landesverbänden und weiteren Verbänden und Institutionen der Branche. Mein Fokus wird dabei darauf liegen, die Interessen der Mitglieder des bdla Bayern diplomatisch, aber energisch zu vertreten. 

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