Nordrhein-Westfalen

Gut besuchte Baustellenführung des künftigen Landesgartenschaugeländes in Kamp-Lintfort

Mehr als 40 Mitglieder aus den beiden Berufsverbänden konnten Matthias Lill, Vorstand Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Landesgruppe nw, und Karl Jänike, Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau am Samstag, den 17. April 2020 auf dem Zechenpark der Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 trotz regnerischem und stürmischen Wetter begrüßen.

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Nach einführenden Worten von Herinich Sperling, Geschäftsführer der Laga GmbH, ging es gemeinsam auf die Baustelle. Ulrike Böhm und Anna Vogels (bbzl, Berlin) erläuterten ihren preisgekrönten Wettbewerbsentwurf und schilderten einprägsam die besondere Aufgabenstellung bei der landschaftlichen Entwicklung des ehemaligen Zechengeländes. Aufgrund der unterschiedlichen Akteure gäbe es einen sehr hohen Abstimmungsaufwand. Die Zusammenarbeit mit der RAG sei in vielen Bereichen sehr positiv gewesen. Insbesondere sei die Entwicklung und landschaftsarchitektonische Gestaltung des Landschaftsbauwerkes, welches ursprünglich als reines Ingenieurbauwerk geplant war, ohne diese gute Zusammenarbeit nicht möglich gewesen. Jan Holsteg, zuständiger Bauleiter bei der Laga, berichtete, dass die Kamp-Lintforter bei der ersten öffentlichen Baustellenfürhung, an der über 600 Personen teilnahmen, von den Hügeln und den sich immer wieder ändernden Einblicken in den Park und auf die denkmalgeschütze Industriekulisse und die angrenzende Alt-Siedlung begeistert gewesen seien. Die beiden Erhöhungen hießen jetzt großer und kleiner Fritz. Andreas Hermanns, Landschaftsarchitekt aus Nettetal erläuterte die von ihm konzipierte Rahmenplanung der temporären Ausstellungsflächen. Hier werden während der Landesgartenschau zahlreiche Gärten und Ausstellungsbeiträge entstehen.

Unter dem Motto "Kollegen führen Kollegen" konnten auch diesmal viele Fragen und Problemstellungen fachlich erörtert und diskutiert werden. Immer wieder ein guter Rahmen, in dem sich die Mitarbeiter/innen planender Büros und ausführender Firmen in lockerer Atmosphäre kennenlernen und außerhalb des beruflichen Alltages austauschen können.

Nach dem Rundgang stand noch eine Besichtigung des zweiten Landesgartenschau-Standortes auf der Tagesordnung. Das Kamper Gartenreich wird in 2020 ebenfalls eintrittspflichtiges Gartenschaugelände und mit seinen historischen Anlagen einen spannungsvollen Kontrast zum modernen Zechenpark bieten.