Impressionen der Preisverleihung

Es durfte gefeiert werden ... geballte nordische Energie auf der Preisverleihung!

Alle Preisträger:innen zum Gruppenbild auf der Bühne versammelt © Geert Maciejewski

Wunderschöne Dekoration der Baumschule Lorenz von Ehren  © bdla

Empfang in der Halle 424 durch die Geschäftsstellenleitung NDS+Bremen Claudia Kriebelt © Geert Maciejewski

 © Geert Maciejewski

Schirmherr Oberbaudirektor Franz-Josef Höing © Geert Maciejewski

"Unsere" Landesvorsitzenden Carola Morgenstern, Ute Aufmkolk (in Vertretung), Johannes Hügle und Bernward Benedikt Jansen © bdla

Durch den Abend geführt: Moderatorin Anke Rösler © Geert Maciejewski

Gewinner des Norddeutschen Landschaftsarchitektur-Preises: Planungsgruppe Grün © Geert Maciejewski

... und dann durfte gefeiert werden © Geert Maciejewski

...musikalisch begleitet vom Nis Jesse Trio © Geert Maciejewski

Silvia Godelmann und Prof. Antje Stokman im Gespräch © Geert Maciejewski

Es wächst zusammen, was zusammen gehört © privat

Catering durch die Hobenköök © Geert Maciejewski

Abendstimmung im Oberhafen © Paul Tontsch

Am Abend des 4. September 2026 verliehen der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen - die Landesverbände Hamburg e.V., Mecklenburg-Vorpommern e.V., Niedersachsen+Bremen e.V. und Schleswig-Holstein e.V. den Ersten Preis, Auszeichnungen und den Publikumspreis im Wettbewerb um den 1. Norddeutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2026.

Mit geballter nordischer Energie hatte der Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) erstmals den Norddeutschen Landschaftsarchitektur-Preis ausgelobt. Gesucht wurden herausragende Projekte der Freiraum- und Landschaftsgestaltung in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Nun endlich wurde die Katze aus dem Sack gelassen: Am Freitag, 4. September wurden während einer feierlichen Preisverleihung im Hamburger Oberhafen die Preisträger:innen verkündet und gekürt. 

Moderatorin Anke Rösler läutete den Abend ein und erläuterte den rund 170 Gästen das Prozedere des Preis-Verlaufs im vergangenen Jahr, beginnend mit der Auslobung und der Durchführung des Wettbewerbs. Eine siebenköpfige, international besetzte Jury hatte in einem zweistufigen Verfahren die Sieger-Projekte unter insgesamt 107 eingereichten Arbeiten ausgewählt. Im Gespräch mit den vier Landesvorsitzenden Carola Morgenstern (Mecklenburg-Vorpommern), Prof. Ute Aufmkolk (Niedersachsen+Bremen, stellvertretend), Johannes Hügle (Hamburg) und Bernward Benedikt Jansen (Schleswig-Holstein) wurde deutlich, wieviel Aufwand und wieviel Einsatz vieler ehrenamtlich Engagierter vonnöten war, um so einen Preis ins Leben zu rufen. Der besondere und wertvolle Nebeneffekt dabei: Die Landesverbände sind sehr eng zusammengerückt, Synergien werden in Zukunft noch sichtbarer und effizienter genutzt werden können.

Dann trat Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing als Schirmherr des Preises ans Mikrofon, um seine Sicht auf die äußert komplexen und vielfältigen Aufgabenfelder der Landschaftsarchitektur darzulegen, ehe es im Anschluss zur feierlichen Preisverleihung kam.

Schirmherr Oberbaudirektor Franz-Josef Höing (Geert Maciejewski)

 

Eine Überraschung war dabei sicherlich die VERGABE DES HAUPTPREISES an ein Projekt aus dem Bereich Landschaftsplanung und Naturschutz in Berne: Ruschsand – eine Flussinsel im Wandel der (Ge-) Zeiten von der Planungsgruppe Grün GmbH aus Bremen. Historisch bedingt war Ruschsand als Insel der Unterweser lange durch Eindeichung von der Dynamik der Tide abgetrennt – nun sind im Zuge der Gewinnung von Klei für den Küstenschutz wieder seltene Süßwasser-Flusswattbereiche entstanden, die dem Einfluss der Gezeiten unterworfen sind. Ziel ist es, eine „naturnahe, von Ebbe und Flut geprägten, vielfältig strukturierten Flusslauf“ zu entwickeln (Projekterläuterung der Planungsgruppe Grün GmbH, Bremen).

 

Ich finde es grundfalsch, dass wir zwischen Landschafts- und Objektplanung trennen – wir sind alle Landschaftsarchitekt:innen. Die Aufgaben, die jetzt anstehen nicht nur im Stadt-, sondern auch in einem Landschaftsraum, können nur beide Schwerpunkte unserer Profession gemeinsam lösen. Die Objektplanenden können sich eine Scheibe von dem Analytischen abschneiden aus der Landschaftsplanung, und die wiederum müssen sich noch stärker dem ästhetischen Instrument des Entwurfes bedienen. Die Verzahnung der beiden Schwerpunkte unserer Profession muss enger werden.

Prof. Stephan Lenzen, Präsident bdla

 

Auch der Publikums-Preis gilt als Überraschung, denn es handelt sich hier nicht um ein realisiertes Projekt, sondern um ein Konzept und die Entwicklung einer Vision zum Umgang mit einem stillgelegten Braunkohle-Revier in Helmstedt: Transformation – vom Braunkohlerevier zur Grünen Energielandschaft, für das das Büro Glück Landschaftsarchitektur GmbH in Kooperation mit Labor für urbane Orte und Prozesse aus Stuttgart verantwortlich zeichnet. 

Die Bandbreite der eingereichten und ausgezeichneten Projekte zeigt auf, welchen wichtigen Beitrag Landschaftsarchitektur zur Bewältigung aktueller Herausforderungen wie Klimawandel, Flächenknappheit und Artenschutz leistet. Sie schafft attraktive Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen und trägt dazu bei, Städte und Landschaften zukunftsfähig zu gestalten.

Wir blicken heute schon gespannt auf das Jahr 2030 und darauf, welche Ergebnisse der 2. Norddeutsche Landschaftsarchitektur-Preis bringen wird!

Carola Morgenstern, Vorsitzende des Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern

 


ANERKENNUNGEN IN DEN FOLGENDEN KATEGORIEN gingen an die genannten Projekte und Büros: 

„Das Beste im Norden ist ...“: Attraktivierung Friedrichskoog-Spitze, Friedrichskoog

Landschaftsarchitektur zur Förderung regionaler Baukultur
Bruun & Möllers; Hamburg

Harald Rothe

 

„Mi geiht dat goot!“: Nordpark, Braunschweig

Lebenswelten für Menschen
chora blau Landschaftsarchitektur PartG mbB; Hannover

Stadt Braunschweig, mit KI retuschiert (Entfernung von Baustellenfahrzeugen)

 

„Dat is doch noch goot!“: Ernst-Ehrlicher-Park, Hildesheim

Landschaftsarchitektur im Bestand
HNW Landschaftsarchitektur Homeister von Weymarn PartGmbB; Hildesheim

Jan Felix Bergmann

 

„Wat mutt, dat gröön“: Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie, Hamburg 

Pflanzenverwendung in allen Lagen
Landschaftsarchitektur+; Hamburg
Holzapfel-Herziger & PartG mbB; Hamburg

Landschaftsarchitektur+; Holzapfel-Herziger & Benesch PartG mbB


„Hinterm Horizont...“: Weidenbaumspark, Hamburg

Perspektiven für zukunftsfähige Freiräume und Landschaften
Simons & Hinze Landschaftsarchitekten GmbH; Berlin

KWÄRDESIGN GmbH

 

„Waterkant“ : Drehbrückenplatz, Hansestadt Lübeck

Landschaftsarchitektur in Wasserlage
TGP Landschaftsarchitekten BDLA, Trüper, Gondesen und Partner mbB; Lübeck

Stephan Baumann, bild_raum

 

PUBLIKUMSPREIS: Transformation – vom Braunkohlerevier zur Grünen Energielandschaft, Helmstedt

Glück Landschaftsarchitektur GmbH mit Labor für urbane Orte und Prozesse; Stuttgart

Glück Landschaftsarchitektur GmbH

NORDDEUTSCHER LANDSCHAFTSARCHITEKTUR-PREIS 2026: Ruschsand - Eine Flussinsel im Wandel der (Ge-) Zeiten, Berne

Planungsgruppe Grün GmbH; Bremen

Planungsgruppe Grün GmbH

 

Ein großer Dank gilt den fördernden Unternehmen des Wettbewerbs:
• ACO GmbH
• Godelmann GmbH & Co. KG
• Runge GmbH
• Baumschule Lorenz von Ehren GmbH & Co. KG
Medienpartner
• competitionline

 

Verfasserin: Kerstin König