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15 Nachrichten

Experten fordern naturnahen Ausbau der erneuerbaren Energien

Wie sich Konflikte zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien einerseits und dem Landschafts- und Naturschutz andererseits vermeiden lassen, war am Mittwoch Thema eines öffentlichen Fachgesprächs im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. In der von der Ausschussvorsitzenden Sylvia Kotting-Uhl (Bündnis 90/Die Grünen) geleiteten Sitzung sprach sich die Mehrheit der geladenen Fachleute dafür aus, das Potenzial von Windkraft und Photovoltaik verstärkt zu nutzen. Hingegen wurde die Nutzung von Bioenergie und Wasserkraft kritisch gesehen.

Christina von Haaren vom Institut für Umweltplanung der Leibniz-Universität Hannover stellte ein Modell vor, das berechnet, wie viel erneuerbare Energie in Deutschland erzeugt werden kann, ohne empfindliche Flächen zu belasten. Das Ergebnis zeige, dass es gelingen könne, allein mit Windkraft sowie Photovoltaik auf allen geeigneten Dächern den geschätzten Energiebedarf im Jahr 2040 naturschonend zu decken, sagte von Haaren. Nicht berücksichtigt sei dabei Anbaubiomasse, da diese einen großen Flächenbedarf habe. Auch Photovoltaik auf Freiflächen bleibe im Modell unberücksichtigt. Die Expertin schlug vor, ein nationales Energieziel zu formulieren und dieses dann auf die einzelnen Gemeinden herunterzubrechen. Auf diese Weise werde es gelingen, Hindernisse bei der Akzeptanz auszuräumen.

Auf das grundsätzliche Flächenproblem wies Bernd Hansjürgens vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung hin. Durch Landwirtschaft und andere Nutzungen gerieten Flächen zunehmend unter Druck, sagte er. Deshalb sei es erforderlich, eine Energiewende zu gestalten, die möglichst wenig Flächen in Anspruch nehme. Unter diesem Aspekt habe Bioenergie nur begrenztes Potenzial. Da auch Wasserkraft kritisch zu beurteilen sei, müssten hauptsächlich die Möglichkeiten von Photovoltaik und Windenergie ausgeschöpft werden. Große Chancen sehe er bei der Photovoltaik in der Landschaft sowie bei Windenergie auf Waldflächen, erklärte der Experte.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien leiste einen Beitrag zum Klimaschutz, und dieser sei die Voraussetzung für Naturschutz, betonte Paul Lehmann von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Er schlug vor, bei Tierarten einen Populations- statt einen Individuenschutz vorzunehmen. Das Bundesnaturschutzgesetz sehe vor, dass einzelne Tiere nicht wegen Infrastrukturmaßnahmen getötet werden dürften, erläuterte Lehmann; es lasse dabei aber Ausnahmen zu. Der Experte schlug deshalb vor, "Dichtezentren" zu definieren, in denen keine Windkraftanlagen errichtet werden dürften. Umgekehrt wären dann in allen anderen Gebieten Ausnahmen vom individuellen Tötungsverbot zulässig.

Quelle: hib - heute im bundestag Nr. 236/2021

Nachrichten · 25. Februar 2021

Sachverständigenanhörung zu BauGB & BauNVO

Am 22.02.2021 fand die erste öffentliche Sachverständigenanhörung im Bauausschuss, zum Entwurf eines Gesetzes zur Baulandmobilisierung im Rahmen der Novelle des Baugesetzbuches (BauGB) im Bundestag statt (19/24838, 19/26023). Eingeladen waren Verbände sowie Vertreter der Immobilien- und der Wohnungswirtschaft. Diese äußerten ihre Kritik am Regierungsentwurf.

Nachrichten · 24. Februar 2021

Konvent der Baukultur 2021 "Öffentliche Räume"

Der nächste Konvent der Baukultur, das zentrale Forum der Meinungsbildung zum Planen und Bauen in Deutschland, findet am 18. und 19. Mai 2021 im Kunst- &  Kulturquartier Schiffbauergasse in Potsdam statt.

Nachrichten · 23. Februar 2021

HOAI 2021 – gedruckt und als PDF

Am 1. Januar 2021 ist die neue HOAI in Kraft getreten, angepasst an das EuGH-Urteil vom 04.07.2019.

"Nun gibt es Honorartafeln mit Orientierungswerten mit einer Spanne zwischen einem Basissatz (früher Mindestsatz) und einem oberen Satz (früher Höchstsatz). Es gibt keine Verbindlichkeiten mehr, und es ist davon auszugehen, dass sich ein Preiswettbewerb entwickeln wird. Eine Herausforderung wird sein, dass der Umgang mit der neuen HOAI gelernt werden muss", schreibt Jörg Homann, bdla-Fachsprecher Ökonomie in seinem editorial für "Landschaftsarchitekten", Ausgabe 1/2021.

Nachrichten · 23. Februar 2021

Gärten des Jahres 2021 ausgezeichnet

Wettbewerb um die 50 schönsten Privatgärten entschieden

Wieder ist ein Jahr um, wieder gibt es den schönsten Garten des Jahres im deutschsprachigen Raum und 49 weitere absolut gelungene private grüne Paradiese. Der inzwischen 6. Wettbewerb „GÄRTEN DES JAHRES“ ist zu Ende gegangen, zu dessen Partner auch der bdla gehört.

Nachrichten · 18. Februar 2021

Absolventenzahlen in der Landschaftsarchitektur stagnieren

Der bdla-Arbeitskreis Ausbildungswesen hatte eine Umfrage zur Zahl der Studienanfänger und Studienabsolventen in Studiengängen der Landschaftsarchitektur durchgeführt, deren Auswertung jetzt vorliegt. Zentrales Ergebnis ist, dass die Zahl der Anfänger*innen und Absolvent*innen weitgehend konstant ist bei leichten jährlichen Schwankungen, allerdings ohne eine eindeutige Tendenz nach oben oder unten.

Nachrichten · 03. Februar 2021

Wettbewerb FRISCHGRÜN21

Eine Ausstellung des bdla für die junge Landschaftsarchitekturszene. Wettbewerbseinreichung online bis 15. März 2021

Nachrichten · 03. Februar 2021

Grünflächen und städtische Kultur

Was macht Stadtgesellschaft aus? Was wird unter Stadtkultur verstanden? Wie sieht die Stadt von morgen aus – Smart City, Mega City, Green City? Was macht die deutsche bzw. die europäische Stadt aus? Wie werden öffentliche Kulturräume genutzt bzw. umgenutzt? Diesen Fragen geht der Deutsche Kulturrat in der Ausgabe 2/2021 seiner Zeitung „Politik & Kultur“ nach bzw. verschiedene Autoren, wie der Soziologe Prof. em. Walter Siebel und die Staatssekretärin im Bundesbauministerium Anne Katrin Bohle.

Nachrichten · 02. Februar 2021

Neue FLL-Veröffentlichung: Leistungskatalog Gartendenkmalpflege

Neu erschienen als Fachbericht der FLL ist der „Leistungskatalog für die Erarbeitung Gartendenkmalpflegerischer Zielplanungen“. Er beinhaltet eine einheitliche Vorgehensweise für Gartendenkmalpflegerische Zielplanungen und trägt somit zur Qualifizierung und Standardisierung dieser Fachdisziplin bei. Der Leistungskatalog kann zum Preis von 27,50 Euro im online-Shop der FLL bestellt werden.

Nachrichten · 02. Februar 2021

HOAI 2021: bdla-Musterverträge aktualisiert

Exklusiv für die Mitglieder des bdla hat Verbandsjustiziar Dr. Sebastian Schattenfroh die Musterverträge des bdla für Freianlagenplanung, Landschaftsplanerische Leistungen und Nachunternehmer-Beauftragung auf die HOAI 2021 angepasst.

Nachrichten · 28. Januar 2021

Landschaftsarchitektur im Fernsehen

Der Bayerische Rundfunk hat anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Bayerischen Architektenkammer eine zweiteilige Dokumentation „Bauen für die Zukunft“ produziert, zu sehen am 26.1.2021 und 2.2.2021 im BR Fernsehen.

Nachrichten · 19. Januar 2021

Update 2021 – Neues aus der fabelhaften Welt der Regelwerke

Online-Seminar des bdla am 22. Februar 2021

Jährlich im Winter stehen bei vielen Landschaftsarchitekten aus Planungsbüros und Verwaltungen die bdla-Bauleitergespräche als fester Termin im Kalender. Nicht so in diesem Jahr aus bekannten Gründen. Stattdessen bietet der bdla den Kolleginnen und Kollegen das jährliche Update „Neues aus der Welt der fabelhaften Regelwerke“, ein elementarer Bestandteil der Bauleitergespräche, am 22. Februar 2021, ab 16.15 Uhr als Online-Seminar an.

Nachrichten · 13. Januar 2021

HOAI 2021 - NEIN zu ruinösem Preiswettbewerb!

Planung ist wertvoll und muss ihren Preis haben

Die HOAI 2021 tritt zum 1. Januar 2021 in Kraft. Die HOAI bietet auch künftig einen verlässlichen Orientierungsrahmen. Es gilt nun für die Planerinnen und Planer, diesen Rahmen zu nutzen und wirtschaftlich auskömmliche und damit gerechte Honorare für ihre Leistungen zu erzielen.

Nachrichten · 22. Dezember 2020

"Digitalisierung": Schwerpunkt der bdla-Verbandszeitschrift

Die rasante Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft verändert auch die Arbeitsprozesse in Planungsbüros. Der Schwerpunkt der Ausgabe 4/2020 der bdla-Verbandszeitschrift beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven die Erfahrungen und Herausforderungen mit dem sogenannten „Bauen 4.0“ für Landschaftsarchitekten.

Nachrichten · 15. Dezember 2020

Leipzig-Charta 2020: „Green City“ als wichtiges Handlungsfeld

Die Leipzig-Charta als Leitlinie für eine zeitgemäße und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung wurde unter Leitung der deutschen EU-Ratspräsidentschaft reformiert. Am 30.11.2020 wurde sie offiziell von den EU-Mitgliedsstaaten im Rahmen eines informellen Treffens der Minister für Stadtentwicklung und Raumordnung verabschiedet.

Nachrichten · 09. Dezember 2020

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